Nach ein paar Schritten in Richtung Kabine auf der Allmend Süd, die früher Fliegerschuppen hiess, verliert der 27-jährige Rumäne einen Augenblick die Selbstbeherrschung: «Wenn jemand behauptet, ich sei nicht 100-prozentig fit, dann stimmt das nicht. Ianu ist fit und hat körperlich keine Probleme», sagt er mit feuchten Augen. Im Stolz scheint der Stürmer verletzt zu sein. 21 Tore hatte er in seiner ersten Saison für den FCL noch geschossen, ehe er zu Beginn der letzten Saison beim 4:1-Auswärtssieg in Basel von Goalie Franco Costanzo getroffen wurde und einen Schienbeinbruch erlitt. Seither ist der mit der Schwester von Kubilay Türkyilmaz liierte Ianu nie mehr zu seiner Hochform aufgelaufen.
Wieder einmal übelst wie mit Personal beim FCL umgegangen wird. Das man jemanden aus sportlichen Gründen loswerden will gehört zum Geschäft (auch wenn ich im Fall Ianu nicht einverstanden bin), das der FCL aber eine interne Rückwärtskommunikationsstrategie verfolgt macht mich rasend. Die haben anscheinend nicht die Eier direkt mit den Spielern zu sprechen, man denke nur mal an den Fall Proschwitz. Interner Kommunikationskanal des FCL ist neu anscheinend der Blick. Ianu hat das wirklich nicht verdient. Eine weitere Luzerner Identifikationsfigur und Publikumsliebling wird demontiert. Vielleicht sollte man einem Spieler einmal das Vertrauen schenken auch wenns nicht so gut läuft, schliesslich hat er bisher viel für den Verein geleistet und würde es sicherlich auch weiter noch tun. Man denke mal an einen FCB der Ergic nach seiner Krankheit viel Zeit gegeben hat um wieder zurück zu kommen (weiss, ist ein bisschen weit hergeholt, geht aber ums Prinzip). Falls es wirklich soweit kommt, wünsche ich Ianu alles Gute bei seinem neuen Verein und viele Tore gegen den FCL!




