Verfasst: 17. Aug 2005, 17:49
Hier ist noch der heutige Tagesschaubericht zu diesem Thema.
Low:
http://real.sri.ch/ramgen/sfdrs/ts/2005 ... :02:57.356
High:
http://real.xobix.ch/ramgen/sfdrs/ts/20 ... :02:57.356
Quelle: www.zisch.chBundesrat gegen Hooligans
FUSSBALL - Gewalt an Sportveranstaltungen soll künftig besser bekämpft werden können. Der Bundesrat hiess im Hinblick auf die Fussball-EM "Euro 08" die Botschaft zu bis 2008 befristeten Gesetzesänderungen gut und überwies sie dem Parlament.
Im Zentrum der Massnahmen gegen den Hooliganismus steht die Möglichkeit einer zentralen Erfassung von Daten notorischer Gewalttäter bei Sportanlässen. Ergänzend zur nationalen Datenbank werden im Hinblick auf die Fussball-EM 2008 in der Schweiz und in Österreich präventive Massnahmen verankert, die es ermöglichen sollen, bekannte Hooligans von Sportveranstaltungen auszuschliessen.
Mittels Rayonverbot, Ausreisebeschränkung, Meldeauflage oder maximal 24-stündiger Polizeigewahrsam sollen gewalttätige Auseinandersetzungen verhindert werden. Diese Massnahmen sollen kaskadenartig angewandt werden; die jeweils strengere Auflage kommt dann zur Anwendung, wenn die mildere nicht befolgt wurde oder keine Aussicht auf Erfolg hat.
Blick Online hat geschrieben:Massenschlägerei zwischen Hooligans
BRIESEN – Rund 100 deutsche und polnische Hooligans trafen sich in einem Wald bei Berlin. Zweck des Meetings: eine Massenschlägerei.
«Rund 100 Personen der Hooligan-, Türsteher- und Rockerszene», so berichtet die deutsche Polizei, hatten sich in einem Waldstück in der Nähe von Berlin verabredet
Die Hooligans lieferten sich dort eine Massenschlägerei, bis die Ordnungshüter eingriffen. Rund 30 deutsche und 55 polnische Schläger wurden erkennungsdienstlich erfasst.
Gegen sie seien Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden. Wie viele Verletzte es gab, wurde nicht gemeldet.
Brisant an der Geschichte: Auf deutscher Seite wurde auch mindestens ein Gewalttäter teilgenommen, der an den Krawallen während der Fussball-WM 1998 beteiligt war und dafür auch verurteilt wurde.
Damals wurde der französische Gendarm Daniel Nivel von deutschen Hooligans angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Er leidet heute noch unter den Folgen.
Spiegel online hat geschrieben:Spieler verließ nach Beschimpfungen den Platz
Hitlergruß, antisemitische Transparente oder Affenlaute gegen dunkelhäutige Spieler gehören in Italien zum Alltag in den Stadien. Am Wochenende haben einige Fans von Inter Mailand einen gegnerischen Spieler so übel beleidigt, dass dieser aus Protest das Feld verließ.
Messina - Der dunkelhäutige Messina-Spieler Zoro ist am Sonntag im Serie-A-Heimspiel gegen Inter Mailand (1:2) Opfer von rassistischen Verbal-Attacken geworden. Nachdem jeder Ballkontakt des Verteidigers von der Elfenbeinküste durch einige Inter-Fans mit Affenlauten und Beschimpfungen wie "dreckiger Neger" begleitet worden war, nahm Zoro in der 66. Minute den Ball in die Hand, verließ den Platz und kontaktierte den vierten Offiziellen, ehe er von seinen Teamkollegen zum Weiterspielen überredet werden konnte. Der italienische Fußballverband (FIGC) hat Ermittlungen eingeleitet.
"Auswärts können sie machen, was sie wollen, da bin ich es gewohnt. Aber nicht in meinem Heimstadion", sagte der 21-jährige Zoro. "Es ist schon oft passiert, wo immer ich auch bin. Aber heute ist es mir einfach zu viel gewesen." Die Inter-Spieler und Club-Präsident Giacinto Facchetti entschuldigten sich nach dem Spiel für das Verhalten der Fans.
Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi kritisierte die Beschimpfungen gegen Zoro in scharfer Form. "Vorfälle dieser Art sind ein Affront. Es gibt nur eine einzige Rasse und das ist die menschliche Rasse", betonte Lippi. Der Präsident der Spielergewerkschaft AIC, Sergio Campana, bot Zoro einen Sitz im Aufsichtsrat der Organisation an. "Ich habe ihm nicht nur aus Solidarität diesen Posten angeboten. Zusammen können wir Initiative zur Bekämpfung des Rassismus ergreifen", kommentierte Campana.
Ein erster Schritt in diese Richtung soll eine Solidaritätsaktion am kommenden Spieltag sein. Aus Protest gegen den Rassismus werden die Spiele aller Ligen in dieser Woche mit fünf Minuten Verspätung beginnen. Dies beschloss die FIGC heute. Die Spieler aller Mannschaften werden in der Mitte des Spielfeldes ein Spruchband mit dem Slogan "Stoppt den Rassismus" ausrollen.
finde ich definitiv nicht!!Legia hat geschrieben:Zoro sollte das Ganze ein bisschen mit Humor hinnehmen. Dann geht's leichter.

Heul dochBurner hat geschrieben:finde überhaupt nicht, dass zoro falsch reagiert hat! das verhalten einiger inter-fans ist absolut beschissen und es ist wohl nichts als verständlich und richtig, wenn sich ein spieler darüber beklagt und seinen unmut auch ganz konkret während des spiels äussert. ich stelle es mir jedenfalls verdammt demütigend vor, so spielen zu müssen! dass einem da das lachen vergeht, ist nur logisch.



wordBurner hat geschrieben:finde überhaupt nicht, dass zoro falsch reagiert hat! das verhalten einiger inter-fans ist absolut beschissen und es ist wohl nichts als verständlich und richtig, wenn sich ein spieler darüber beklagt und seinen unmut auch ganz konkret während des spiels äussert. ich stelle es mir jedenfalls verdammt demütigend vor, so spielen zu müssen! dass einem da das lachen vergeht, ist nur logisch.
Ja klar! In Etwa gleich clever wie der Spruch, dass man wenn man eine geknallt kriegt noch die andere Wange hinhalten soll.Legia hat geschrieben:Zoro sollte das Ganze ein bisschen mit Humor hinnehmen. Dann geht's leichter.