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Vorstand

Frizzel
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Re: Vorstand

Beitrag von Frizzel »

Windfahne hat geschrieben:Es grenzt aber schon beinahe an Sarkasmus, wenn jetzt Thomas als „Opfer der Professionalität“ bemitleidet wird. Schliesslich war er es, der genau unter dem gleichen Motiv zum Handkuss „CEO“ gekommen ist und diese Strukturen selbst gepusht hat. Gebetsmühlenartig hören wir seit Jahren, dass wir professioneller werden müssen.
Das ist aber auch eine tatsache, die Du - wenn man deinen ganzen Eintrag liest - ja auch einforderst. Ein Fussballverein in der höchsten Liga braucht gewisse Strukturen und diese wurden m.E. erst seit dem Rücktritt von Stierli wirklich aufgegleist. Zuviel war zuvor vom Sonnenkönig abhängig und wurde nach seinem Gutdünken umgesetzt.

Klar, man kann Hauser und Schönberger vorwefen, dass sie in ihrer Funktion zuwenig Gegensteuer gegeben haben. Aber wäre Hauser jemals ins Präsidentenamt gewählt worden, wenn er schon in Stierlis Amtsperiode einen anderen Weg eingeschlagen hätte? Wer hätte da wohl den Club verlassen müssen? Wen hätte man wohl dann in dieses Amt gewählt?

Hauser war m.E. auf bestem Weg, den FCL in eine Richtung zu lenken, die für die meisten Anspruchsgruppen akzeptierbar gewesen wäre. Ein Präsident kann nicht auf Anhieb und mit der Brechstange alles ändern - insbesondere wenn die Investoren immer noch derart viel Mitsprache(bzw. Veto)recht inne haben.
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jossen
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Re: Vorstand

Beitrag von jossen »

Windfahne hat in jedem einzelnen Punkt mehr oder weniger recht, wie so üblich...
Die Kritik an die Führungspersönlichkeiten ist absolut nachvollziehbar. Noch immer hoffe ich jeden Tag, dass Hauser Eier zeigt. Dass er gewisse Personalentscheidungen trifft, welche schon lange fällig wären, um nur schon ein Zeichen zu setzen. Dass er sich zu einigen Themen klar äussert, die nicht überall gut ankommen. Dass er intern versucht zu klären und seine eigenen Mängel als Führungskraft versucht zu verbessern. Dass er sich klar äussert, dass er dieses Amt will und bereit ist gewisse Abstriche zu machen. Jeder Tag der vergeht, an dem einfach nichts geschieht kommen wir näher an die Investoren-Lösung. Und jedes Mal wenn ich in das Gesicht von Hauser sehe, erkenne ich immer mehr einen resignierten alten Mann, der nicht bereit ist zu kämpfen. Und das macht mich fast noch hässiger, als der Schnauz selber. Es tut weh.

Es wäre von mir aus ok, wenn er die Idee der Investoren sogar ideell unterstützen würde. Aber wer die Interviews sieht, der merkt, dass er dies nicht tut. Er muss nicht "bleiben" oder "bleiben wollen", weil das sich die Leute wünschen. Das soll er aus freien Stücken und Überlegungen machen. Die "Mike muess bliibe!"-"Kampagne" ist nicht ausschliesslich eine Unterstützungskampagne für Hauser. Vielen geht es um die Idealogie dahinter. Es kann nicht sein, dass jemand wo rasch mal Kohle investiert, langjährige Mitarbeiter bzw. Fans heimlifeiss aus dem Verein stossen kann. (Beim gestrigen Interview vom Noch-CEO hatte ich das Gefühl, dass es ihm abartig schwer gefallen ist. Nach 16 Jahren Hoch und Tiefs und der damit verbundenen Entwicklung, wäre etwas anderes auch eine Entäuschung) Es kann auch nicht sein, dass über unseren Verein, wie ein Unternehmen gesprochen wird, obwohl natürlich jeder Profi-Club unternehmerische Züge hat. Aber die Wurzeln hat er beim Vereinsgedanken und ein Verein unserer Grösse kann nur erfolgreich sein, wenn das den Leuten im Verein bewusst ist. Und es kann nicht sein, dass die Meinung der Fans als eine unwissende, kindliche und zu wenig weitblickende abgetan wird. Natürlich kann die Meinung der Fans nicht als ebenbürtig gesehen werden. Aber ignorieren darf man sie nicht. Bei der ganzen "Mike muess bliibe"-Sache geht es vor allem auch darum, dass genau solche Dinge nicht total verschwinden und die Entwicklung in Richtung Unternehmen FCL zu bremsen. Und dass sich die Geldsäcke überlegen und merken, was den FCL ausmacht. Dass Sätze wie "mer wössed wohär mer chömed" auch wirklich vom Zitierten verstanden werden.

Und was der FCL eben auch ausmacht sind halt leider (oder glücklicherweise) die unprofessionellen Dinge. Wir sind ein Verein der Bauern und Tölpel und das ist schön. Daher ist die Kritik zwar berechtigt und auch verständlich und einige Sachen sind bei ihrem wiederholten Auftreten mühsam und nervig. Aber wer von uns will diesen FCL austauschen mit einer FCL AG bei der nach aussen alles rund läuft? Das Unternehmen FCL würde genau so seine negativen Spuren ziehen, wie es der jetzige oder frühere Verein getan hat. Einfach auf einem anderen Niveau, mit mehr Intrigen und Machtkämpfen. Ich will das nicht. Stattdessen rege ich mich lieber über die Plakatkampagnen auf, bei der Fans kreative Kritik üben oder was auch immer. Über überhebliche Stadion-Speaker und vieles weiteres. Denn in den Jahren als FCL-Fan habe ich in den meisten Bereichen eine positive Entwicklung bemerkt. Das betrifft Verein und die Kurve gleichermassen. Vor einigen Jahren fuhren die VBL-Busse mit rausgeschlagenen Scheiben zurück an den Bahnhof. Heute passiert da nichts mehr und Pyrotechnik hat man soweit unter Kontrolle, dass es fast schon zu kontrolliert wirkt, wenn mich meine Mutter fragt, ob denn diese oder jene Pyroshow vom Verein gestattet wurde, weil sie derart organisiert ablief. Im vorletzten Heimspiel war noch die Danke-Bitte-Kacke, im letzten wurde darauf verzichtet.

Es gibt wahrlich berechtigte Kritik im unternehmerischen Sinn. Aber ist dir das wirklich so wichtig? Mir ist diese schrittweise Entwicklung tausend mal lieber als eine totale Umstrukturierung in Kürze, mit dem Risiko, dass ich mich nicht mehr mit diesem Verein identifizieren kann. Diese schrittweise Entwicklung ist erst seit dem Rücktritt vom Sonnenkönig in grösseren Schritten möglich. Dem muss man sich einfach bewusst sein. Aktuell lauft die Bevormundung der Zuschauer noch schleichend, was genau so gefährlich ist und was mich auf Plätze der U18, U21, der 3.Liga-FCL-Mannschaft und weiteren Luzerner Vereinen bringt. Dort wo alles noch ein wenig nostalgisch ist. Dort wo die Wurst noch wie eine Wurst schmeckt und ich mich frei bewegen kann. Mit der Absetzung von Mike befürchte ich, dass dieser Prozess viel schneller stattfinden wird. Ich will das nicht. Und du willst das auch nicht.

Du willst aber eigentlich nur eine angeregte und sachliche Diskussion, weil das für dich als Fan unseres Vereins dazu gehört. Du Schelm.
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jossen
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Re: Vorstand

Beitrag von jossen »

Ah ja: Mike soll einfach die Stelle antreten, das Geld kassieren und an den eigenen Nachwuchs spenden e basta.
Windfahne
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Re: Vorstand

Beitrag von Windfahne »

Klar, man kann Hauser und Schönberger vorwefen, dass sie in ihrer Funktion zuwenig Gegensteuer gegeben haben. Aber wäre Hauser jemals ins Präsidentenamt gewählt worden, wenn er schon in Stierlis Amtsperiode einen anderen Weg eingeschlagen hätte? Wer hätte da wohl den Club verlassen müssen? Wen hätte man wohl dann in dieses Amt gewählt?
Müssig, darüber zu diskutieren. Auf jeden Fall steht genau das schon stellvertretend für das Prädikat Führungsschwäche. Das war damals schon problematisch, wir kennen da ja zig Beispiele, gerade wenns um Themen wie Sicherheit und Fanpolitik geht. Man hat Stierli viel zu oft reinpfuschen lassen. Manchmal muss man halt da hinlangen, wo es weh tut. Sich durchsetzen. Wenn er es als Verwaltungsrats-Mitglied schon nicht in seinen Bereichen schafft, wie soll er es als VR-Präsi schaffen? Da rücken ihm die Investoren ja noch näher auf die Pelle. Und wenn man der Karriere zuliebe besser das Maul hält, geht das doch auch schon in Richtung Seelenverkauf. Soviel zu "es gohd do ned om Näme, es gohd nor ome FCL".

Und dann: Er hatte praktisch ein ganzes Jahr Zeit als amtierender Präsident. Wer dieses Jahr nicht nutzt (besonders auch dann, wenn man die Investoren schon im Nacken spürt), wird vermutlich auch die Folgejahre ungenutzt verstreichen lassen. Leute einstellen, befördern, entlassen (besonders im sportlichen Bereich) ging ja teilweise ganz flott, oder? Die Analyse zu den Fähigkeiten des Personals konnte man ja noch locker in der Zeit davor machen oder sogar hier nachlesen ;-).

Vielleicht sollte ich das hier nicht schreiben, weil es mit der jetzigen Erwähnung sein sofortiges Ende finden könnte: Aber alleine schon die Tatsache, dass man über den offiziellen FCL-Twitter-Account (und ich nehme an auch via Facebook?) wiederholt "#mikemuessbliibe" verlauten lässt, ist nicht ansatzweise professionell. Offensichtlich stört das auch bei der x-ten Nennung niemand. Mir persönlich wäre das sehr, sehr peinlich... Für mich exemplarisch, dass man die Leute einfach chli machen lässt, statt durchzugreifen. Wenn man schon an DF festhält, dann sollte man ihn wenigstens vor sich selbst schützen. Das misslingt ja beinahe täglich.
Hauser war m.E. auf bestem Weg, den FCL in eine Richtung zu lenken, die für die meisten Anspruchsgruppen akzeptierbar gewesen wäre. Ein Präsident kann nicht auf Anhieb und mit der Brechstange alles ändern - insbesondere wenn die Investoren immer noch derart viel Mitsprache(bzw. Veto)recht inne haben.
Ich hab das ja auch gehofft, dass er das Ruder rumreisst. Aber für mich ist klar, dass er mit seiner Art gescheitert ist. Er würde sich nicht ändern - womöglich ist er zu nett, vielleicht hatte er keinen Saft/keine Zeit dazu, oder es war ihm zu unwichtig. Ich weiss das nicht. Ich weiss nur, dass es so nicht wirklich (resp. zu langsam) vorwärts geht, sondern etliche Probleme weitergeschleppt werden. Und die Investoren - eben als wichtigste Anspruchsgruppe u.a. dadurch genügend Argumente gefunden haben, ihn abzusetzen.
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Re: Vorstand

Beitrag von Windfahne »

verdammt, jossen. Alles, alles, alles richtig. Alles! Danke!

und ganz ehrlich:
Noch immer hoffe ich jeden Tag, dass Hauser Eier zeigt. Dass er gewisse Personalentscheidungen trifft, welche schon lange fällig wären, um nur schon ein Zeichen zu setzen. Dass er sich zu einigen Themen klar äussert, die nicht überall gut ankommen. Dass er intern versucht zu klären und seine eigenen Mängel als Führungskraft versucht zu verbessern. Dass er sich klar äussert, dass er dieses Amt will und bereit ist gewisse Abstriche zu machen. Jeder Tag der vergeht, an dem einfach nichts geschieht kommen wir näher an die Investoren-Lösung. Und jedes Mal wenn ich in das Gesicht von Hauser sehe, erkenne ich immer mehr einen resignierten alten Mann, der nicht bereit ist zu kämpfen. Und das macht mich fast noch hässiger, als der Schnauz selber.
genau das. ich will ihn provozieren, wecken. wenn ich ihm direkt ne e-mail schreibe, antwortet er ja eh nicht. also kann ichs auch ins forum stellen. es landet bei ihm. garantiert.
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Re: Vorstand

Beitrag von Kaiser »

Windfahne hat geschrieben:verdammt, jossen. Alles, alles, alles richtig. Alles! Danke!

und ganz ehrlich:
wenn ich ihm direkt ne e-mail schreibe, antwortet er ja eh nicht.
:goodman:
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Re: Vorstand

Beitrag von Frizzel »

Windfahne hat geschrieben:Wenn er es als Verwaltungsrats-Mitglied schon nicht in seinen Bereichen schafft, wie soll er es als VR-Präsi schaffen? Da rücken ihm die Investoren ja noch näher auf die Pelle. Und wenn man der Karriere zuliebe besser das Maul hält, geht das doch auch schon in Richtung Seelenverkauf. Soviel zu "es gohd do ned om Näme, es gohd nor ome FCL".
Mal ganz ehrlich: Welche Möglichkeiten hätte er unter Stierli gehabt und was hätte das ausgelöst?
Windfahne hat geschrieben:Und dann: Er hatte praktisch ein ganzes Jahr Zeit als amtierender Präsident. Wer dieses Jahr nicht nutzt (besonders auch dann, wenn man die Investoren schon im Nacken spürt), wird vermutlich auch die Folgejahre ungenutzt verstreichen lassen. Leute einstellen, befördern, entlassen (besonders im sportlichen Bereich) ging ja teilweise ganz flott, oder? Die Analyse zu den Fähigkeiten des Personals konnte man ja noch locker in der Zeit davor machen oder sogar hier nachlesen ;-).
Dass DF dein Hauptproblem ist, wissen ja alle. Und ja, es ist teils wirklich peinlich, was da geboten wird. Aber liegt das wirklich bei Mike oder müsste hier nicht eher Marco Castellaneta aktiv werden? Schliesslich hat man doch erkannt, dass es in dieser Abteilung Probleme gibt und einen vermeintlichen Profi in den VR geholt. Aber vielleicht wünscht Du Dir ja einen Sonnenkönig zurück, der alles im Alleingang entscheidet...
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Re: Vorstand

Beitrag von Windfahne »

jetzt wirds unfair...
Welche Möglichkeiten hätte er unter Stierli gehabt und was hätte das ausgelöst?
Wäre er eine starke Führungspersönlichkeit, hätte er ihn vielleicht davon überzeugen können, dass er selbständig seine Bereiche führen kann.

DF ist überhaupt nicht mein Hauptproblem, es war einfach exemplarisch. Ich hätte z.Bsp. auch Haidan nehmen können...
Aber vielleicht wünscht Du Dir ja einen Sonnenkönig zurück, der alles im Alleingang entscheidet...
Schmarrn. Jossen hat das schon richtig geschrieben, ich brauche auch keine perfekte Bude. Das "professioneller werden" ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wird tagtäglich sowohl von der FCL-Innerschweiz AG als auch von der Holding propagiert - alleine in der Umsetzung haperts "leicht". Es geht einzig darum, dass Mike den Ansprüchen der Investoren nicht zu genügen scheint. Und ich kann das irgendwie nachvollziehen. Und ich glaube, Du eigentlich auch.
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Incubator
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Re: Vorstand

Beitrag von Incubator »

@WF. Danke für deinen sehr gut geschriebenen Beitrag. Finde es wichtig und wertvoll, dass der Mahnfinger vor allem dann wiedermal hochgeht, wenn alle in die gleiche Richtung zu marschieren scheinen.

Ich wage jetzt mal den Versuch, deine Kritik auf einige wenige Grundsätze zusammenzufassen um dich dabei aber gleichzeitig teilweise zu widerlegen. Folgende Leitsätze kann ich aus deinem Text raus lesen (oder unterstelle ich dir zumindest :wink: ):

1. Der FCL braucht eine weitere Professionalisierung.
2. Professionalisierung ist kein Wert für sich allein sondern er muss Sinn und Nutzen haben.
3. Professionalisierung heisst, auf allen Ebenen und in allen Sparten des Vereins zeitgemässe, qualitativ hochstehende Arbeitsabläufe zu etablieren.
4. Professionalisierung darf nicht vor den Kopf stossen. Der FCL ist nicht einfach irgendein Unternehmen das wahllos seine Etiketten wechseln kann. Der FCL hat für die meisten Stadionbesucher einen emotionalen Wert. Fallen die Träger dieser Emotionen weg, scheitert der FCL.
5. Professionalisierung im Falle des FCL heisst folglich immer, dass die entscheidenden emotionalen Werte geschützt und gefördert werden. Dies im Sinne der langfristigen Gesundheit des Clubs.

Fazit: Ein professioneller FCL ist (1) ein fan-freundlicher FCL, der (2) den sportlichen Erfolg anstrebt und (3) unternehmerischen Prinzipien Rechnung trägt.

Deine Kritik zielt darauf ab, dass mindestens eines dieser drei Ziele sowohl bei Thomas Schönberger als auch bei Mike Hauser nicht mit aller Konsequenz verfolgt wurde. Das ist selbstverständlich so, du hast das ja schon genügend z.B. anhand der Marketing und Kommunikationsabteilung erörtert. Stellt man sich diese drei Zielsetzungen aber in einem Spannungsverhältnis vor, wo es ständig Kompromisse zu machen gibt und wo man das Pendel irgendwie justieren muss, so sind wir nach einer Saison Mike Hauser bereits jetzt Lichtjahre von den Stierli-Zuständen entfernt.

Zu Fan-Freundlichkeit: das muss nicht diskutiert werden. Auch wenn man sich gelegentlich deutlichere Statements wünsch, Mike Hauser hat die Fähigkeit und Bereitschaft auf Fan-Anliegen zu hören und solche auch umzusetzen. Das ist ein Professionalisierungsschritt.

Zum Sportlichen: Mike Hauser hat den irrwitzigen und ziellosen Glamour-Trainer-Spieler Scherbenhaufen der Stierli-Ära zusammengewischt und - danach sieht es zumindest momentan aus - eine fähige sportliche Leitung installiert. Auch das ist ein Professionalisierungsschritt.

Zum Unternehmerischen: für mich als Fan am schwierigsten zu beurteilen. Fakt ist, die PR und Kommunikationsabteilung ist ein Ärgernis. Da gibt’s wichtigen Nachholbedarf. Die finanzielle Gesundheit des Clubs scheint vorderhand in Ordnung zu sein. Hier liegt die Verantwortung sicherlich auch nicht alleine beim Präsidenten bzw. beim CEO. Als Aussenstehender bemerke ich in dieser Sparte jedenfalls wenig Unterschiede im Vergleich zu den letzten Jahren. Auf jeden Fall ist kein Rückschritt zu erkennen.

Es ist glaubs unnötig noch extra zu erwähnen, in welche Richtung das Pendel wieder vermehrt ausschlägt, wenn man Typen à la Sieber gfätterlen lässt. #mikemuessbliibe ist für mich in erster Linie der Glaube an einen langfristig professionellen FCL in allen Belangen. Klar ist noch nicht alles im Lot, klar kann man jedem in der Vergangenheit auch Fehler ankreiden, klar ist es theoretisch möglich, dass Sieber einen Top-Präsi hinstellt. Wer weiss? Wenn ich aber jetzt eine nüchterne Analyse mache, dann seh ich den Handlungsbedarf bei bestem Willen nicht. Es gibt Baustellen, ja, aber eine Generalüberholung ist schlicht und ergreifend nicht nötig. Mike macht einen guten Job!!!
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Re: Vorstand

Beitrag von Frizzel »

Windfahne hat geschrieben:jetzt wirds unfair...
Welche Möglichkeiten hätte er unter Stierli gehabt und was hätte das ausgelöst?
Wäre er eine starke Führungspersönlichkeit, hätte er ihn vielleicht davon überzeugen können, dass er selbständig seine Bereiche führen kann.
Wieso unfair? ich finde das eine legitime Frage.
Er hätte sich querstellen und den Machtkampf gegen Stierli suchen könnte. Wäre sicher heldenhaft gewesen, aber dann wäre seine Zeit wie die von Winkelried vorbei gewesen und ich glaube nicht, dass dies zu einem guten Ende geführt hätte, weil - im Gegensatz zur Schlacht bei Sempach - niemand dagewesen wäre, der die entstandene Lücke genutzt hätte, um einen Sieg gegen den Habsburger-Stierli zu erreichen.

Mit der Rolle als Vermittler hat Mike das beste aus dieser Situation gemacht und seinen Weg auf den Präsidentensessel geebnet. Erst jetzt kann er seine Vorstellungen umsetzen. Und weil die Investoren immer noch (zu) viel mitzueden haben, kann er gewisse Dinge nicht zu schnell verändern.
Windfahne hat geschrieben: DF ist überhaupt nicht mein Hauptproblem, es war einfach exemplarisch. Ich hätte z.Bsp. auch Haidan nehmen können...
Aber vielleicht wünscht Du Dir ja einen Sonnenkönig zurück, der alles im Alleingang entscheidet...
Schmarrn. Jossen hat das schon richtig geschrieben, ich brauche auch keine perfekte Bude. Das "professioneller werden" ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wird tagtäglich sowohl von der FCL-Innerschweiz AG als auch von der Holding propagiert - alleine in der Umsetzung haperts "leicht". Es geht einzig darum, dass Mike den Ansprüchen der Investoren nicht zu genügen scheint. Und ich kann das irgendwie nachvollziehen. Und ich glaube, Du eigentlich auch.
Wie gesagt, ich habe wohl eine andere Vorstellung von einem Präsidenten als du sie hast. Ich habe mich darauf gefreut, dass Mike in den wichtigen Bereichen (Sport / Kommunikation / Finanzen) Leute einstellt, denen er vertraut und die dann auch entsprechend Verantwortung übernehmen. Wenn diese die Erwartungen nicht erfüllen, muss gehandelt werden. Für die Kommunikation wurde Castellaneta geholt, der soll schauen, dass dort Fortschritte gemacht werden.
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Re: Vorstand

Beitrag von mysterius »

Also mir geht das DF Bashing hier echt langsam zu weit.

Selbstverständlich wäre ein aalglatter PR-Profi (am besten aus dem sonnigen Züri) sprachlich eloquenter und liesse sich nicht auch mal zu übereilten Fehlschüssen hinreissen. Aber ganz ehrlich, wenn das unser grösstest Problem wäre beim FCL wären wir tatsächlich bald er FC Bayern der Schweiz. DF hat wenigstens das FCL Herz am rechten Fleck.

Ich finds müssig hier immer weiter von "Professionalisierung" zu plaudern. Wir sind ein Provinzclub, genau wie 8 andere NLA Vereine auch. Einzig Basel ist da in meinen Augen auf einem anderen Level (Und allenfalls hat YB was die Vermarktung des Stadionbereichs betrifft auch recht professionelle Strukturen). Ich finds nicht weiter schlimm in der Fussball-Provinz zu leben. Je professioneller dest weniger Leidenschaft steckt in meinen Augen oftmals dahinter. Das brauche ich nicht.

Also die Herren: Wir brauchen keine vollamtlichen Profis, sondern leidenschaftliche Innerschweizer die den Fussball mögen. Das reicht doch völlig.
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Re: Vorstand

Beitrag von fesch »

Also die Herren: Wir brauchen keine vollamtlichen Profis, sondern leidenschaftliche Innerschweizer die den Fussball mögen. Das reicht doch völlig.
womit wir bei Mike Hauser gelandet sind.

Oder auch, zumindest in ihrem Selbstverständnis, bei den Investoren.
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Re: Vorstand

Beitrag von Master »

mysterius hat geschrieben:Also mir geht das DF Bashing hier echt langsam zu weit.
das einzige, was zu weit geht, ist, dass df noch nen repräsentativen job beim FCL hat

ansonsten danke ich Incubator und jossen für die postings (und Fähnchen für die kritik)! vorallem Incubator hat es doch sehr schön formuliert und für mich nahezu auf den punkt gebracht. jetzt fehlt nur noch ein posting von LUzifer :)
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Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
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Re: Vorstand

Beitrag von Gimli »

Incubator hat geschrieben:Wenn ich aber jetzt eine nüchterne Analyse mache, dann seh ich den Handlungsbedarf bei bestem Willen nicht. Es gibt Baustellen, ja, aber eine Generalüberholung ist schlicht und ergreifend nicht nötig. Mike macht einen guten Job!!!
DANKE!

Mike ist ja bereits dabei, dem FCL klarere Strukturen zu verleihen, doch dies braucht ZEIT! Nach einem Jahr Amtszeit bereits ein finales Fazit zu ziehen ist doch Schwachsinn! Sogar bei Dimitar hätte man da falsch gelegen :D
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Re: Vorstand

Beitrag von Frizzel »

mysterius hat geschrieben:Also die Herren: Wir brauchen keine vollamtlichen Profis, sondern leidenschaftliche Innerschweizer die den Fussball mögen. Das reicht doch völlig.
Nur mit ehrenamtlichen Innerschweizern lässt sich ein Verein wohl tatsächlich nicht mehr führen... selbst unseren Bauernclub nicht...
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Re: Vorstand

Beitrag von Windfahne »

So, ich geh nochmal zwei Schritte zurück. Vergesst mal kurz alles, was ich geschrieben habe.

Kernaussagen hätten sein sollen:
1) Die Herren der FCL-Innerschweiz AG haben die ganze Zeit von "professioneller werden" gesprochen, nicht ich. An dem werden sie gemessen, wegen dem wurde u.a. auch Schönberger als CEO installiert. Nicht von mir, sondern von den Investoren.

Mir ist das grundsätzlich doch egal, wie professionell der Verein auf den verschiedenen Ebenen agiert (Incu triffts hier wohl auf den Kopf mit seinem Fazit)... aber wenn sie auf Sponso-rensuche sind und gross proleten, müssten sie halt einen anderen Auftritt hinlegen. Das ist eine Tatsache, hier ist noch unglaublich viel Luft. Und offensichtlich sind Sponsoren nötig, weil man den Wasserkopf jetzt nun mal hat.

Das gleiche gilt für das Beispiel Social Media (es ist nur ein Beispiel, ich betreibe hier kein spezifisches DF-Bashing!): Hätte man nicht im Vorfeld grosses versprochen, wärs nicht halb so wild... wenn man sich die Ankündigungen nochmals durchliest, muss man einfach sagen: Ziel sehr, sehr weit verfehlt. Besser mal Klappe halten und erst mal liefern, langsam aufbauen. Ob da Castellaneta oder Hauser verantwortlich sind? Beide. Aber Mike ist der Chef - oder sollte es eben sein.

2) Mike und Schönberger waren massgeblich daran beteiligt, dass der FCL nun mehr Wert auf "Professionalisierung" legt als auf "echte Werte". Die punktuelle, aber doch breite Entfremdung Fans vs. Verein darf man ihnen auch zuschreiben, Beispiele hab ich angeführt. Blöd, wenns einen dann selbst erwischt…

3) Ich schildere hier die Sicht der Investoren, nicht die meinige! Und aus ihrer Perspektive ist es schlichtweg nachvollziehbar, auch wenn wir Mikes Wesen deutlich stärker gewichten.
Erst jetzt kann er seine Vorstellungen umsetzen. Und weil die Investoren immer noch (zu) viel mitzueden haben, kann er gewisse Dinge nicht zu schnell verändern.
Das ist mir zu idealistisch, sorry. Ich nehm jetzt halt nochmals das Beispiel, man möge mir verzeihen: Würde er im Marketing/in der Kommunikation etwas ändern, würden sich die Investoren kaum querstellen. Er hatte schon ein ganzes Jahr Zeit dafür. Wieso macht er es denn nicht?
Wie gesagt, ich habe wohl eine andere Vorstellung von einem Präsidenten als du sie hast.
Nö, wohl kaum. Ich stelle mir auch Mike vor. Einfach etwas gradliniger und konsequenter. Ein Chef halt. Er darf auch gerne kooperativ führen, aber muss auch mal unpopuläre Massnahmen beim Team treffen. Ich verweise nochmals auf Jossens Textstelle zu Mike, welche ich oben zitiere.

@Incu: Bei den Finanzen seh ich das nicht so rosig... die Verbindlichkeiten sind immer noch zu hoch, den nötigen Zuschauerschnitt scheinen wir immer noch nicht zu erreichen, um die Fixkosten zu decken. Das ist ein echtes Problem für die Investoren, die haben da andere Vorstellungen.

Und nochmals: es geht nicht darum, wie WIR das sehen... da können wir noch lange lamentieren... Im Endeffekt geht’s um Kohle, mehr denn je. Und diese Entwicklung haben Mike und Thomas selbst jahrelang aufgegleist.
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Re: Vorstand

Beitrag von lucerne »

Windfahne hat geschrieben: @Incu: Bei den Finanzen seh ich das nicht so rosig... die Verbindlichkeiten sind immer noch zu hoch, den nötigen Zuschauerschnitt scheinen wir immer noch nicht zu erreichen, um die Fixkosten zu decken. Das ist ein echtes Problem für die Investoren, die haben da andere Vorstellungen.
und meiner meinung nach auch völlig zurecht, wie schon mal bemerkt:
lucerne hat geschrieben:vieleicht gibt es noch hinzuzufügen, dass aktuell sogar nur noch ca. 20% der gesamten aufwendungen für die löhne der 1. mannschaft anfallen (ca. chf 5 mio.)...
braucht es tatsächlich 120 mitarbeiter, um diesen laden am laufen zu halten bei dem was dabei aktuell (aus dem nicht sportlichen bereich) rausschaut?
gehe mal schwer davon aus, dass dem nicht so ist.
jossen hat geschrieben:Lucerne hatte immer recht! Asche über mein Haupt
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LU-57
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Re: Vorstand

Beitrag von LU-57 »

s Stadion, s nöie, öberläbenswechtige, profifuessballsechernde Stadion...

Und bereits nach 2 Jährchen wird's zur Hypothek.

greez
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\O/ cumk \O/ choooooom \O/

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
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Re: Vorstand

Beitrag von Incubator »

@WF

Dieser finanzielle Wasserkopf, den du ansprichst, der wurde in einem gewissen Umfeld geschaffen. Da spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle. Das beginnt mit den nationalen und internationalen Anforderungen der Verbände an ein Stadion. Hier hinzu kommen "gesellschaftliche" Ansprüche an Sicherheit, Komfort, Ausstattung. Weiter gehts mit den Vorstellungen von einer "zeitgemässen" Personalbesetzung bei einem Fussballverein. Dazu kommen dann bekanntlich auch neue Anforderungen an die Vermarktung und Zuschaueranwerbung etc etc.

Das sind die äusseren Faktoren die die Fussballwelt in den letzten Jahrzehnten prägten und ihr ihr heutiges Gesicht verleihen. Schön ist das alles nicht, aber der FCL hat das Spiel (wohl gezwungenermassen) mitgespielt. Die Verantwortung aber speziell auf Schönberger (eher noch) oder Mike runterzubrechen, finde ich dann doch etwas gewagt. Selbstverständlich waren die ein Teil des Ganzen, doch auch täglich in Sachzwänge eingespannt, die sie nicht beeinflussen konnten. Mike eine Teilverantwortung zu geben, dass wir den Zuschauerschnitt nicht auf 12k bringen, das erschliesst sich mir nicht. Wie sollte das gehen? Die Zitrone wird ja bereits bis zum Anschlag ausgepresst? Da sind doch entsprechende Personalmassnahmen nur Kosmetik.

Fakt ist, der FCL (wie viele andere CH Vereine) hat sich bereits vor einiger Zeit einem Wachstumspfad verpflichtet, der möglicherweise nicht aufrechterhalten werden kann ohne dass finanzkräftige Hintermänner/frauen das System Fussballclub klinisch am Leben erhalten. Dass nun ausgerechnet die stinkreiche Teppichetage, notabene das strategische Leitgremium, dem jetztigen Präsi unterstellt, er hole zu wenig Kohle aus dem Betrieb raus klingt für mich wie blanker Hohn. Die Geister haben sie doch selbst gerufen. Mike ist, selbst wenn er eine Mitverantwortung trägt, schlussendlich ein Bauernopfer.
That thing of supporting where you come from, even if your Dad's from somewhere else, is beautiful. Football's not about glory or winning. It's about so much more; your mates, your town and the ability to tell people to fuck off with no consequences!
Windfahne
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Re: Vorstand

Beitrag von Windfahne »

@Incu,

So weit wollte ich eigentlich gar nicht gehen, habe nur auf deine Äusserung
Die finanzielle Gesundheit des Clubs scheint vorderhand in Ordnung zu sein.
Bezug genommen. Aber wenn wir schon dran sind ;-), können wir das gerne noch etwas weiterführen. Ich mache hier nochmals darauf aufmerksam, dass es mehrheitlich darum geht, die Perspektive der Investoren zu erläutern. Nicht meine Position.

- Eine Minusrechnung auf Sachzwänge zu begründen und damit die Verantwortlichen zu entlasten, ist sehr einfach. Tatsache ist, dass es momentan einfach nicht reicht. Wer, wenn nicht die aktuelle Führung, ist denn für das abgelaufene Geschäftsjahr verantwortlich? Sollte man nun zum Schluss kommen, dass die Sachzwänge eine zu grosse Last sind, muss man halt nach Lösungen suchen. Also muss was gehen. Entweder Gelder beschaffen oder Kosten senken. Am besten beides.

- Gründe zum ungenügenden Zuschauerschnitt gibts natürlich viele, das ist klar. Dazu gehört aber auch die miserable Werbekampagne, die schlechte Publicity dank den Optionen (ein CEO-Baby, wenn ich mich nicht irre) und den Saisonk.... äääh wie heissen diese Dinger schon wieder... -
[edit]"Notiz am Rande" entfernt, weil Falschaussage. Windfahne sagt sorry![/edit]

- Personalmassnahmen sind m.E. keine Kosmetik. Eine eingesparte Vollzeitstelle in der Adminstration steht - je nach Funktion - locker mit mindestens 60k zu Buche, eher deutlich mehr, wenn ich da sehe, wieviel leitende Funktionen da mittlerweile auf der Geschäftsstelle vertreten sind...
Die Zitrone wird ja bereits bis zum Anschlag ausgepresst?
Quelle?
Mike ist, selbst wenn er eine Mitverantwortung trägt, schlussendlich ein Bauernopfer.
Ich behaupte: Wäre die Rechnung ausgeglichen und man hätte mehr in die erste Mannschaft budgetieren können als diese 5.x Mio, wäre er wohl heute noch der richtige Mann für die Investoren. Womöglich wären dann alle anderen Unzulänglichkeiten hinfällig. Aber dort müsste man halt ebenfalls cleverer auftreten, um eben Gelder zu generieren. wenn ich denke, dass ich für läppische 800.- (inkl. 4 cuprunden) eine ganze saison lang die texte von DF korrigiert hätte...! :mrgreen:

PS (dieses Mal meine Meinung, nicht die der Investoren): Scheiss Kommerz!
"Even if you fall flat on your face - at least you are moving forward."
Sue Luke
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