So, ich geh nochmal zwei Schritte zurück. Vergesst mal kurz alles, was ich geschrieben habe.
Kernaussagen hätten sein sollen:
1) Die Herren der FCL-Innerschweiz AG haben die ganze Zeit von "professioneller werden" gesprochen, nicht ich. An dem werden sie gemessen, wegen dem wurde u.a. auch Schönberger als CEO installiert. Nicht von mir, sondern von den Investoren.
Mir ist das grundsätzlich doch egal, wie professionell der Verein auf den verschiedenen Ebenen agiert (Incu triffts hier wohl auf den Kopf mit seinem Fazit)... aber wenn sie auf Sponso-rensuche sind und gross proleten, müssten sie halt einen anderen Auftritt hinlegen. Das ist eine Tatsache, hier ist noch unglaublich viel Luft. Und offensichtlich sind Sponsoren nötig, weil man den Wasserkopf jetzt nun mal hat.
Das gleiche gilt für das Beispiel Social Media (es ist nur ein Beispiel, ich betreibe hier kein spezifisches DF-Bashing!): Hätte man nicht im Vorfeld grosses versprochen, wärs nicht halb so wild... wenn man sich die Ankündigungen nochmals durchliest, muss man einfach sagen: Ziel sehr, sehr weit verfehlt. Besser mal Klappe halten und erst mal liefern, langsam aufbauen. Ob da Castellaneta oder Hauser verantwortlich sind? Beide. Aber Mike ist der Chef - oder sollte es eben sein.
2) Mike und Schönberger waren massgeblich daran beteiligt, dass der FCL nun mehr Wert auf "Professionalisierung" legt als auf "echte Werte". Die punktuelle, aber doch breite Entfremdung Fans vs. Verein darf man ihnen auch zuschreiben, Beispiele hab ich angeführt. Blöd, wenns einen dann selbst erwischt…
3) Ich schildere hier die Sicht der Investoren, nicht die meinige! Und aus ihrer Perspektive ist es schlichtweg nachvollziehbar, auch wenn wir Mikes Wesen deutlich stärker gewichten.
Erst jetzt kann er seine Vorstellungen umsetzen. Und weil die Investoren immer noch (zu) viel mitzueden haben, kann er gewisse Dinge nicht zu schnell verändern.
Das ist mir zu idealistisch, sorry. Ich nehm jetzt halt nochmals das Beispiel, man möge mir verzeihen: Würde er im Marketing/in der Kommunikation etwas ändern, würden sich die Investoren kaum querstellen. Er hatte schon ein ganzes Jahr Zeit dafür. Wieso macht er es denn nicht?
Wie gesagt, ich habe wohl eine andere Vorstellung von einem Präsidenten als du sie hast.
Nö, wohl kaum. Ich stelle mir auch Mike vor. Einfach etwas gradliniger und konsequenter. Ein Chef halt. Er darf auch gerne kooperativ führen, aber muss auch mal unpopuläre Massnahmen beim Team treffen. Ich verweise nochmals auf Jossens Textstelle zu Mike, welche ich oben zitiere.
@Incu: Bei den Finanzen seh ich das nicht so rosig... die Verbindlichkeiten sind immer noch zu hoch, den nötigen Zuschauerschnitt scheinen wir immer noch nicht zu erreichen, um die Fixkosten zu decken. Das ist ein echtes Problem für die Investoren, die haben da andere Vorstellungen.
Und nochmals: es geht nicht darum, wie WIR das sehen... da können wir noch lange lamentieren... Im Endeffekt geht’s um Kohle, mehr denn je. Und diese Entwicklung haben Mike und Thomas selbst jahrelang aufgegleist.