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Verfasst: 26. Mai 2009, 09:21
von Chris Climax
Yassines Alte in Action:

Bild

Verfasst: 26. Mai 2009, 10:17
von raven
Denke passt hier momentan am besten
http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtS ... r_embedded

Verfasst: 26. Mai 2009, 11:27
von Stecki
DUBLIN – Unfassbare Fussball-Randale in Nordirland: Anhänger der protestantischen Fussballmannschaft Glasgow Rangers prügelten einen Menschen tot – nur weil er Katholik war!

Die protestantischen Fans des schottischen Vereins Glasgow Rangers freuten sich über den 3:0 Sieg ihrer Mannschaft am Samstag. Sie verfolgten das Spiel in einem Pub im nordirischen Coleraine und tranken reichlich Alkohol.

Im Siegesrausch fuhren über 20 Anhänger der Mannschaft in den katholischen Teil der Stadt. Mit Stöcken bewaffnet, seien die Männer auf die ersten Personen losgegangen, die ihnen über den Weg gelaufen seien, erklärte ein ehemaliger Polizist.

Zu Tode geprügelt

Eines der Opfer war Kevin McDaid (49). Er wurde von den fanatischen Protestanten solange mit den Stöcken traktiert, bis er an seinen Verletzungen starb. Auch seine Frau und sein Nachbar erlitten Verletzungen. Der Zustand des Nachbarn wird als kritisch beschrieben.

Die Polizei nahm gestern sechs Verdächtige fest. Zudem appellierte sie an die katholische Bevölkerung in Coleraine, keine Vergeltung zu üben. Vermutlich sei die verbotene Untergrundorganisation «Ulster Defence Association» für die Gewalttat verantwortlich. (gca)

Verfasst: 26. Mai 2009, 11:31
von Master
falscher fred

Verfasst: 26. Mai 2009, 12:51
von sid
raven hat geschrieben:Denke passt hier momentan am besten
http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtS ... r_embedded
das wasser ist kalt genug um sich schwachsinn zu erlauben. unbedingt erwärmen bitte und zwar stark.

Verfasst: 26. Mai 2009, 14:23
von Stecki
Master hat geschrieben:falscher fred
Katholiken / Protestanten-Fred wo?

Verfasst: 26. Mai 2009, 17:53
von Nw
:wink:

Verfasst: 26. Mai 2009, 18:54
von bluegrizzly
Schwerverbrecher?

unverhältnismässig.

Verfasst: 26. Mai 2009, 20:32
von LU-57
kann den müll mal jemand löschen? thx.

Verfasst: 27. Mai 2009, 11:36
von Stecki
Laut AZ-Leserbrief sind die bösen Fussballhooligans nun auch schuld am schlechten Zustand der SBB-Züge...

Verfasst: 28. Mai 2009, 12:20
von Pete Boyle
Wollen wir Härte?

Von Pascal Claude


Knallt es im Fussball, fordern PolitikerInnen jedes Mal mehr Repression. Doch alle Härte blieb bisher ohne Resultat. Wie denn auch: Wer Gewalt auf diese Weise abschaffen will, muss das Publikum abschaffen.

Schnellrichter, Stehplatzverbot, Geisterspiele, Biometrie, Gefängnis, Pranger, Fanpass - die Liste der geforderten Massnahmen gegen Fussballgewalt ist lang. Und vielsagend. Seit Jahren gelangt das Thema in berechenbarer Regelmässigkeit auf die Titelseiten, doch die Stossrichtung bleibt stets dieselbe: Wir wollen Härte! Weil Härte bisher aber keine sichtbaren Folgen gezeitigt hat, muss jede neuerliche Kampagne die jeweils letzte übertreffen, indem sie mehr Härte fordert. Und dann noch mehr. Bis es, wie jetzt, nur noch grotesk wird.

Gute Idee, Frau Keller-Sutter!

St. Gallens Justizdirektorin Karin Keller-Sutter kündigt eine Reise nach England an, um zu erfahren, wie dort das Hooligan-Problem gelöst wurde. Das ist eine gute Idee. Frau Keller, 45, wird hören und sehen, dass in Englands höchster Liga Menschen wie sie die Spiele besuchen: Frauen und Männer mittleren Alters, mit etwas Geld. 44-jährig ist im Durchschnitt, wer sich Premier-League-Spiele im Stadion anschaut, und nicht unter fünfzig Franken kostet das günstigste Ticket. England hat nicht die Gewalt aus den Stadien verbannt, sondern die Klientel, die zu Handgreiflichkeiten tendiert: junge Männer.

In der Schweiz existiert keine aktuelle Erhebung zum Durchschnittsalter von Fussballfans, doch wer sich gelegentlich in einem der zehn Super-League-Stadien aufhält, wird auf den ersten Blick erkennen, dass die Spiele zu einem grossen Teil von Männern zwischen fünfzehn und dreissig besucht werden. Sie bilden das Gros jeder Fankurve - und die selbst in sportlich kargen Zeiten dicht bevölkerten Fankurven machen den Hauptteil des Publikums aus. «Es ist die freie Wahl der Schweizer Klubs, ob man diese Leute überhaupt in den Stadien will», sagte FC-Basel-Vizepräsident Bernhard Heusler vergangenen Oktober bei einem Gespräch mit der WOZ. Um sogleich klarzustellen, dass der FCB diese Leute will: «Hundertprozentig! Will man sie nicht, kann man über den Preis den Fussball so kommerzialisieren, dass die Identifikation völlig wegfällt, die Ideale verloren gehen und damit auch die Fans, welche heute den Kern bilden.»

Heusler ist ein kluger Mensch und in seiner Differenziertheit eine wohltuende Stimme gegen den kläffenden Repressionsmob. Doch Heusler ist auch Realist: Die Fans über den Preis aus den Kurven verbannen hiesse die Stadien zu leeren, und zwar langfristig. Im Gegensatz zu England steckt im Schweizer Fussball kaum Geld. Attraktive, international bekannte Spieler lassen sich frühestens als Sportinvalide von unseren Klubs verpflichten, vorher sind sie um Welten zu teuer. Schweizer Fussballfans kommen aus Gewohnheit, nicht in Erwartung einer spielerischen Offenbarung. Und die Nachwuchsfans im Kindesalter, um deren Sicherheit gerade alle so fürchten, schielen mindestens so oft in die Kurve wie aufs Feld. Denn dort wird jenes Spektakel geboten, das sich die Klubs beim Personal nicht leisten können.

Was tun wir mit den Lümmeln?

All jenen, die heute mehr Härte gegen Fehlbare und FeuerwerkerInnen fordern, sei empfohlen, einmal in ihrem Leben eine Auswärtsfahrt mitzumachen. Wenn ein Turnverein mit dem Zug an ein Fest fährt, wird es laut und heiter, und die Minibar wird geleert. Ob sich Mitreisende an der oft hemdsärmligen Frivolität stören, ist den gut Gelaunten egal. Die Auswärtsfahrt von Fussballfans ähnelt einem solchen Ausflug, mit dem Unterschied, dass statt fünfzehn fünfhundert Leute unterwegs sind, die sich zuvor im Coop für einen Betrag unter zehn Franken zehn Dosen Bier gekauft haben. Noch Mitte der neunziger Jahre beschränkte sich das Phänomen der Auswärtsfans auf den FC Basel. GC oder der FCZ brachten es oft nicht auf eine dreistellige Zahl SchlachtenbummlerInnen. Heute bewegen sich Wochenende für Wochenende Tausende junger Leute durch die Schweiz. Fussballfans sind die mit Abstand grösste, lauteste und auffälligste jugendliche Subkultur. Viele davon geben ihr ganzes Geld für den Fussball aus, malen in der Freizeit neue Fahnen, beteiligen sich an Choreografien (ja, oft mit Feuerwerk!), üben neue Lieder ein, setzen sich kritisch mit der Kommerzialisierung im Profifussball auseinander und organisieren mit den SBB Extrazüge durch halb Europa. Die massenmedial gefütterte Öffentlichkeit stellt sich aber nur eine Frage: wie diesen Lümmeln beizukommen ist.

Bevor diskutiert werden kann, warum sich die Fronten zwischen den gegnerischen Fangruppierungen so verhärtet haben, warum das Freund-Feind-Schema dermassen aus dem Ruder gelaufen ist, dass Steine fliegen und Hass regiert, wäre es sinnvoll, das Schweizer Fussballpublikum als gegeben zu akzeptieren und die Arbeit aufzunehmen. Sie wird lange dauern. Bernhard Heusler vom FCB weiss es.

WOZ vom 28.05.2009

:prayer:

Verfasst: 28. Mai 2009, 12:32
von Optimo
Pacal Claude hat geschrieben: [...]
:prayer:

Verfasst: 28. Mai 2009, 12:33
von Bani
Pete Boyle hat geschrieben:Wollen wir Härte?

...
Schlicht ein genialer Bericht. Bernhard Heusler scheint der einzige Vereinsfunktionär der Schweiz zu sein, welcher die Thematik des Schweizer Fussballs aus Fansicht zu verstehen versucht.

Verfasst: 28. Mai 2009, 12:49
von the_wolf
tut einfach gut...

Verfasst: 28. Mai 2009, 13:09
von Partyanimal

Verfasst: 28. Mai 2009, 13:16
von sid
ja ja schon gut. der mann sieht das aus meiner sicht aus der falschen position. es geht nicht um fangruppen die singend um die ecken ziehen. der kernpunkt des problems bilden die chaoten die sich gegenseitig verprügeln und feuerwerkskörper auf andere bzw. nicht beteiligtelosknallen und die müssen ganz einfach nicht mit analysen, gesprächen und schulterklopfen aus dem weg geräumt werden.

mein gott. wieder einer der einen halben tag für nichts in seine worte investiert hat und er wird auch noch bezahlt dafür. tz tz tz...

Verfasst: 28. Mai 2009, 13:21
von hra
Pete Boyle hat geschrieben:Wollen wir Härte?

Von Pascal Claude


Knallt es im Fussball, fordern PolitikerInnen jedes Mal mehr Repression. Doch alle Härte blieb bisher ohne Resultat. Wie denn auch: Wer Gewalt auf diese Weise abschaffen will, muss das Publikum abschaffen.

Schnellrichter, Stehplatzverbot, Geisterspiele, Biometrie, Gefängnis, Pranger, Fanpass - die Liste der geforderten Massnahmen gegen Fussballgewalt ist lang. Und vielsagend. Seit Jahren gelangt das Thema in berechenbarer Regelmässigkeit auf die Titelseiten, doch die Stossrichtung bleibt stets dieselbe: Wir wollen Härte! Weil Härte bisher aber keine sichtbaren Folgen gezeitigt hat, muss jede neuerliche Kampagne die jeweils letzte übertreffen, indem sie mehr Härte fordert. Und dann noch mehr. Bis es, wie jetzt, nur noch grotesk wird.

Gute Idee, Frau Keller-Sutter!

St. Gallens Justizdirektorin Karin Keller-Sutter kündigt eine Reise nach England an, um zu erfahren, wie dort das Hooligan-Problem gelöst wurde. Das ist eine gute Idee. Frau Keller, 45, wird hören und sehen, dass in Englands höchster Liga Menschen wie sie die Spiele besuchen: Frauen und Männer mittleren Alters, mit etwas Geld. 44-jährig ist im Durchschnitt, wer sich Premier-League-Spiele im Stadion anschaut, und nicht unter fünfzig Franken kostet das günstigste Ticket. England hat nicht die Gewalt aus den Stadien verbannt, sondern die Klientel, die zu Handgreiflichkeiten tendiert: junge Männer.

In der Schweiz existiert keine aktuelle Erhebung zum Durchschnittsalter von Fussballfans, doch wer sich gelegentlich in einem der zehn Super-League-Stadien aufhält, wird auf den ersten Blick erkennen, dass die Spiele zu einem grossen Teil von Männern zwischen fünfzehn und dreissig besucht werden. Sie bilden das Gros jeder Fankurve - und die selbst in sportlich kargen Zeiten dicht bevölkerten Fankurven machen den Hauptteil des Publikums aus. «Es ist die freie Wahl der Schweizer Klubs, ob man diese Leute überhaupt in den Stadien will», sagte FC-Basel-Vizepräsident Bernhard Heusler vergangenen Oktober bei einem Gespräch mit der WOZ. Um sogleich klarzustellen, dass der FCB diese Leute will: «Hundertprozentig! Will man sie nicht, kann man über den Preis den Fussball so kommerzialisieren, dass die Identifikation völlig wegfällt, die Ideale verloren gehen und damit auch die Fans, welche heute den Kern bilden.»

Heusler ist ein kluger Mensch und in seiner Differenziertheit eine wohltuende Stimme gegen den kläffenden Repressionsmob. Doch Heusler ist auch Realist: Die Fans über den Preis aus den Kurven verbannen hiesse die Stadien zu leeren, und zwar langfristig. Im Gegensatz zu England steckt im Schweizer Fussball kaum Geld. Attraktive, international bekannte Spieler lassen sich frühestens als Sportinvalide von unseren Klubs verpflichten, vorher sind sie um Welten zu teuer. Schweizer Fussballfans kommen aus Gewohnheit, nicht in Erwartung einer spielerischen Offenbarung. Und die Nachwuchsfans im Kindesalter, um deren Sicherheit gerade alle so fürchten, schielen mindestens so oft in die Kurve wie aufs Feld. Denn dort wird jenes Spektakel geboten, das sich die Klubs beim Personal nicht leisten können.

Was tun wir mit den Lümmeln?

All jenen, die heute mehr Härte gegen Fehlbare und FeuerwerkerInnen fordern, sei empfohlen, einmal in ihrem Leben eine Auswärtsfahrt mitzumachen. Wenn ein Turnverein mit dem Zug an ein Fest fährt, wird es laut und heiter, und die Minibar wird geleert. Ob sich Mitreisende an der oft hemdsärmligen Frivolität stören, ist den gut Gelaunten egal. Die Auswärtsfahrt von Fussballfans ähnelt einem solchen Ausflug, mit dem Unterschied, dass statt fünfzehn fünfhundert Leute unterwegs sind, die sich zuvor im Coop für einen Betrag unter zehn Franken zehn Dosen Bier gekauft haben. Noch Mitte der neunziger Jahre beschränkte sich das Phänomen der Auswärtsfans auf den FC Basel. GC oder der FCZ brachten es oft nicht auf eine dreistellige Zahl SchlachtenbummlerInnen. Heute bewegen sich Wochenende für Wochenende Tausende junger Leute durch die Schweiz. Fussballfans sind die mit Abstand grösste, lauteste und auffälligste jugendliche Subkultur. Viele davon geben ihr ganzes Geld für den Fussball aus, malen in der Freizeit neue Fahnen, beteiligen sich an Choreografien (ja, oft mit Feuerwerk!), üben neue Lieder ein, setzen sich kritisch mit der Kommerzialisierung im Profifussball auseinander und organisieren mit den SBB Extrazüge durch halb Europa. Die massenmedial gefütterte Öffentlichkeit stellt sich aber nur eine Frage: wie diesen Lümmeln beizukommen ist.

Bevor diskutiert werden kann, warum sich die Fronten zwischen den gegnerischen Fangruppierungen so verhärtet haben, warum das Freund-Feind-Schema dermassen aus dem Ruder gelaufen ist, dass Steine fliegen und Hass regiert, wäre es sinnvoll, das Schweizer Fussballpublikum als gegeben zu akzeptieren und die Arbeit aufzunehmen. Sie wird lange dauern. Bernhard Heusler vom FCB weiss es.

WOZ vom 28.05.2009

:prayer:
pascal claude schreibt gut.
können sich die möchtegernschreiber bei den verschiedenen käseblättern mal eine scheibe davon abschneiden!

Verfasst: 28. Mai 2009, 13:37
von NOISER
«Die Kurve ist kein Ponyhof»
Von Simon Jäggi

Wer im Stadion Pyro zünde, sei deswegen noch kein Krawallbruder, sagt Mark Ammann, Präsident von Gäubschwarzsüchtig, einem Fanclub-Dachverband von YB. Mehr Repression hält er für kontraproduktiv.

«Das Mass ist voll»
Der Moderator hiess beide Male Beni Thurnheer. Es war Mitte der Neunzigerjahre. Zusammenfassung eines Spiel des FC Basel. Thurnherr spricht von einer «in unserem Land leider so selten gewordenen Stimmungskulisse». Die Fernsehbilder zeigen Basler Fans mit Fackeln. Eine zweite Einspielung, rund 15 Jahre später: wieder Fans, die Pyro zünden. Thurnheer: «Bei einigen Fans ist da, wo der gesunde Menschenverstand sein sollte, tiefe Nacht.»

Es ist dieser Gesinnungswandel, den die Bilder in einem Youtube-Clip belegen, der Mark Ammann wütend macht. Der Fanvertreter ist doppelt frustriert nach dem verlorenen Cupfinal. Seit dem Spiel hat der 28-jährige Präsident des Dachverbands der YB-Fanclubs, Gäubschwarzsüchtig, keine Zeitung mehr gelesen, ist untergetaucht – so sehr hat die Niederlage geschmerzt. Noch mehr geärgert hat er sich, als er nun die Aussagen liest, die Vereinsvertreter, Politiker und Funktionäre im Nachgang zum Cupfinal von sich gegeben haben.

Alles in einen Topf

«Es wird überhaupt nicht differenziert», sagt Ammann, der in der Kurve als einer der leidenschaftlichsten Fans gilt. Nach dem Cupfinal seien wieder einmal alle in einen Topf geworfen worden: «Pyromanen», Ultras, Hooligans. «Einer, der Pyro zündet, wird auf dieselbe Stufe gestellt wie ein Schläger, der jemandem eins in die Fresse haut», mokiert sich der Fanvertreter. Dies stehe in keinem Verhältnis. Pyro werde meist im eigenen Sektor abgebrannt, Unbeteiligte seien dabei nicht gefährdet.

Was oft vergessen werde: Die Fans, die Feuerwerk abliessen, seien auch die Matchbesucher, die im Stadion für Stimmung sorgten, die Choreografien organisierten. Was es bedeutet, wenn die Kurve still ist, hat das letzte Heimspiel gezeigt. Aus Protest, dass die Vereinsleitung die Pyro-Zündenden als «Vollidioten» bezeichnete und ihnen eine Mitschuld an der Niederlage vorwarf, schwieg die Kurve 40 Minuten – die Atmosphäre war trist.

Ammann hat früher auch Fackeln gezündet. Vermummt habe sich dabei niemand, Konsequenzen gab es keine. Im St.-Jakob-Park etwa habe man dem Sicherheitschef vor dem Spiel angegeben, wie viel Material man dabei habe. Bei schönen Aktionen habe es von Medien und Klub Lob gegeben.

Dass Fackeln gefährlich sein können, bestreitet Ammann nicht. So flogen auch schon Fackeln aus YB-Kreisen in den gegnerischen Fansektor. «Solche Aktionen verurteilen wir scharf», sagt Ammann, der seinen Zivildienst bei der YB-Fanarbeit geleistet hat. Man versuche in solchen Fällen, die Täter zu finden und zurechtzuweisen.

Vereinbarungen mit den Klubs

Die soziale Kontrolle in der Kurve funktioniere, sagt Ammann. Aktive Fans und Fanarbeiter hielten Querulanten immer wieder davon ab, zu randalieren, zu pöbeln, zu prügeln. «Ohne uns gäbe es viel mehr Zwischenfälle», so Ammann. Das Problem sei, dass immer öfter «Krawalltouristen» für Ausschreitungen sorgten: «An der Schlägerei nach dem Cupfinal im Bahnhof waren Leute beteiligt, die uns unbekannt sind», sagt Ammann. Diese Leute seien schwer zu erreichen: «Ich muss selber aufpassen, dass ich nichts abbekomme.»

Motivation im Keller

Umso wütender mache ihn die Aussage, dass die Fanclubs ihre Verantwortung nicht wahrnehmen würden, die Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (fdp) in einem Zeitungsinterview gemacht hat. «Käser war bei runden Tischen nie dabei.» Seit zehn Jahren engagiere er sich im Fanverband, sagt Ammann – unentgeltlich. Solche Vorwürfe nagten doch sehr an der Motivation, auch bei anderen aktiven Fans.

Der Fanvertreter bestreitet nicht, dass es unter den Fans «Problemfälle» gibt: «Die Kurve ist kein Ponyhof.» Doch ist er überzeugt, dass mit mehr Repression, wie es neben Käser auch der Stadtberner Gemeinderat Reto Nause (cvp) fordert, das Problem nicht verschwinde. «Seit Einführung des Hooligan-Gesetzes ist die Situation ja offenbar schlimmer geworden», sagt Ammann.

Das Verbot von Pyro habe gerade den Reiz erhöht. Unter den Ultras, die eine wachsende Jugendbewegung darstellten, herrsche ein eigentlicher Wettbewerb, wer es schaffe, Pyro ins Stadion zu schmuggeln: «Wer zündet, gilt als aktiv», so Ammann. Dass sich die Fans vermummten, wie Nause es kritisierte, sei lediglich Folge der Repression.

Härtere Strafen, hohe Bussen, Internetpranger und andere repressive Massnahmen könnten das Problem nicht aus der Welt schaffen, nur verlagern, ist Ammann überzeugt – auf die Strasse oder in untere Ligen. So werde häufig die Bundesliga als Beispiel herbeigezogen, wo mehr Repression zu einer Beruhigung geführt habe. Derweil habe sich die Situation in unteren Ligen verschärft. Fraglich sei zudem, ob die Gesellschaft ein Interesse habe, dass junge Menschen kriminalisiert würden – und dadurch erst recht auf die schiefe Bahn gerieten.
(Der Bund)

Verfasst: 28. Mai 2009, 13:45
von jossen
sid hat geschrieben:ja ja schon gut. der mann sieht das aus meiner sicht aus der falschen position. es geht nicht um fangruppen die singend um die ecken ziehen. der kernpunkt des problems bilden die chaoten die sich gegenseitig verprügeln und feuerwerkskörper auf andere bzw. nicht beteiligtelosknallen und die müssen ganz einfach nicht mit analysen, gesprächen und schulterklopfen aus dem weg geräumt werden.

mein gott. wieder einer der einen halben tag für nichts in seine worte investiert hat und er wird auch noch bezahlt dafür. tz tz tz...
ist nicht böse gemeint, aber du bist schon ein ganz komischer kauz... claude hat gewalt in keinster weise gerechtfertigt. er bemängelt lediglich und völlig zurecht die geforderten massnahmen mit dieser gewalt umzugehen. und so leid es mir für dich tut: er trifft den nagel au den kopf.
leute in eine ecke drängen in dem man sie an den pranger stellt, welche womöglich noch den arbeitsplatz verlieren (womöglich das letzte, dass sie an die sozialen strukturen bindet) bewirkt meiner meinung nach eher das gegenteilige...

Verfasst: 28. Mai 2009, 13:52
von dragao
jossen hat geschrieben:
sid hat geschrieben:ja ja schon gut. der mann sieht das aus meiner sicht aus der falschen position. es geht nicht um fangruppen die singend um die ecken ziehen. der kernpunkt des problems bilden die chaoten die sich gegenseitig verprügeln und feuerwerkskörper auf andere bzw. nicht beteiligtelosknallen und die müssen ganz einfach nicht mit analysen, gesprächen und schulterklopfen aus dem weg geräumt werden.

mein gott. wieder einer der einen halben tag für nichts in seine worte investiert hat und er wird auch noch bezahlt dafür. tz tz tz...
ist nicht böse gemeint, aber du bist schon ein ganz komischer kauz... claude hat gewalt in keinster weise gerechtfertigt. er bemängelt lediglich und völlig zurecht die geforderten massnahmen mit dieser gewalt umzugehen. und so leid es mir für dich tut: er trifft den nagel au den kopf.
leute in eine ecke drängen in dem man sie an den pranger stellt, welche womöglich noch den arbeitsplatz verlieren (womöglich das letzte, dass sie an die sozialen strukturen bindet) bewirkt meiner meinung nach eher das gegenteilige...
jossen schreibt gut.