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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 7. Nov 2011, 18:12
von hackejunge
..Kollektive Strafen für alle Fans lehnt der FCZ-Präsident aber entschieden ab.
..
fcz.ch hat geschrieben:Aufgrund der Vorkommnisse in Rom hat der FC Zürich beschlossen, für das Auswärtsspiel in der UEFA Europa League vom 1. Dezember 2011 in Lissabon keine Gästesektor-Tickets an die FCZ-Fans abzugeben. Zudem wird der Verein weitere Massnahmen in Betracht ziehen.
:scratch:

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 7. Nov 2011, 18:26
von blue-devil
top Kommentare...
"Im Internationalen Profi-Fussball sieht mann nämlich keine Pyros!"...
blind?
ah ja, man schaut ja nur auf die fünf grossen Ligen im Ausland, die Schweiz ist mit denen ziemlich gleichzusetzen...

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 7. Nov 2011, 18:26
von Master
im profi fussball tatsächlich eher selten.. aber dafür auf den rängen um so mehr

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 7. Nov 2011, 20:04
von Camel
Der FCL muss einfach gebüsst werden für die NLZ-Knaller!

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 7. Nov 2011, 23:06
von Hebi
Die Knaller sind für mich wirklich absolut sinnlos. Sehe keinen Sinn dahinter...

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 10:01
von Virus
Sobald der FcL mal Pyros zündet, schreibt die Presse! :evil:
Keine andern Hobbys?

Heute bei 20min

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 10:20
von Pesto
fcz.ch hat geschrieben:Aufgrund der Vorkommnisse in Rom hat der FC Zürich beschlossen, für das Auswärtsspiel in der UEFA Europa League vom 1. Dezember 2011 in Lissabon keine Gästesektor-Tickets an die FCZ-Fans abzugeben. Zudem wird der Verein weitere Massnahmen in Betracht ziehen.
öe? wird dann nicht in erster linie lissabon geschadet, weil sie keine gästetickets verkaufen können? wenn ja; logik wo? :scratch: :scratch:

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 12:07
von Balü
Pesto hat geschrieben:
fcz.ch hat geschrieben:Aufgrund der Vorkommnisse in Rom hat der FC Zürich beschlossen, für das Auswärtsspiel in der UEFA Europa League vom 1. Dezember 2011 in Lissabon keine Gästesektor-Tickets an die FCZ-Fans abzugeben. Zudem wird der Verein weitere Massnahmen in Betracht ziehen.
öe? wird dann nicht in erster linie lissabon geschadet, weil sie keine gästetickets verkaufen können? wenn ja; logik wo? :scratch: :scratch:
Es geht ja nicht darum Lissabon zu schaden, sondern mögliche Gefahren zurückzubinden. Ich bin mir sicher, dass Lissabon mit dieser Massnahme einverstanden ist.

Man kann auch wirklich alles Drehen und Wenden. tz tz tz.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 12:13
von steve
gefahren zurückbinden? ich könnte mir gut vorstellen, dass viele FCZ-fans ihre reisen bereits vor dem rom-spiel gebucht haben.

dementsprechend werden es sich wohl viele nicht nehmen lassen, trotzdem nach portugal zu fliegen und sich in lissabon einfach mit "normalen" tickets einzudecken. wer weiss wie gut die südkurve organisiert ist, kann sich wohl denken, dass das ganze so koordiniert würde, dass dann alle FCZ-fans in etwa am gleichen ort sein werden, nottabene in einem teil des stadions, welcher eigentlich von lissabon-fans besucht wird. ich denke nicht, dass die sicherheit so erhöht wird bzw. "gefahren zurückgebunden" werden.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 12:14
von Pesto
Balü hat geschrieben:Es geht ja nicht darum Lissabon zu schaden, sondern mögliche Gefahren zurückzubinden. Ich bin mir sicher, dass Lissabon mit dieser Massnahme einverstanden ist.
Man kann auch wirklich alles Drehen und Wenden. tz tz tz.
aber es geht ja AUCH darum, bei den eigenen trotteln, die nicht mit sprengstoff umgehen können, ein zeichen zu setzen (wie in interviews usw erläutert) und da wäre es doch die logische konsequenz, dass zirü midestens tausig geisterspiele machen muss... plus entstehende kosten dadurch würden auch noch 7-finger-eddie in rechnung gestellt! das fände ICH fairplay!
steve hat geschrieben:ich denke nicht, dass die sicherheit so erhöht wird bzw. "gefahren zurückgebunden" werden.
:!:

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 14:05
von grantler
Wann wird der Fussball endlich verboten?

Ach ja, was ich noch sagen wollte: Dank den neuen, modernen Stadien in Basel, Zürich, Bern, Thun, Luzern usw usf konnte man schon verdammt viel erreichen. Wie wären solche Stories bloss in den alten, verlotterten Gruben ausgegangen?

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 14:06
von Celica78
Mal abgesehen davon ob man Pro oder Contra Pyro ist. Langsam nimmt das ganze in den Medien und in der Gesellschaft Formen an wie zu Zeiten der Inquisition. Sachlich wird schon lang nicht mehr diskutiert und argumentiert. Bedenklich auch die Medienhetze die momentan gegen den verletzten FCZ-Fan läuft.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 14:15
von Haxen-Paule
nur in basel darf noch ohne nebengeräusche gezündet werden

8)

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 14:15
von Wessun
Celica78 hat geschrieben:Mal abgesehen davon ob man Pro oder Contra Pyro ist. Langsam nimmt das ganze in den Medien und in der Gesellschaft Formen an wie zu Zeiten der Inquisition. Sachlich wird schon lang nicht mehr diskutiert und argumentiert. Bedenklich auch die Medienhetze die momentan gegen den verletzten FCZ-Fan läuft.
Absolut unterste was da abgeht. Als ob der nicht sonst schon genug bestraft wäre.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 15:12
von Pesto
Wessun hat geschrieben:Als ob der nicht sonst schon genug bestraft wäre.
absolut, ich hab echt mitleid! :arrow: NIIIEEEECCCCHHHHTTTT

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 15:24
von Camel
Celica78 hat geschrieben:wie zu Zeiten der Inquisition.
treffend :!:

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 16:08
von Chris Climax
AEK vs. Panathinaikos @ Damenvolleyball http://www.20min.ch/videotv/?vid=225465&cid=44

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 16:14
von Master
nicht, dass es nicht völlig schwachsinnig wäre, aber auch hier wird wieder von der presse "nachgetreten".. wieso ziehen sie denn ihre banner ein, wenn sie so ahnungslos waren? [-(

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 16:30
von Pesto
ich geh glaubs nur noch am skirennen... da werden pyromanen sogar noch anständig verdankt und in den medien spricht man von unglaublich toller stimmung und festlicher atmosphäre!

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 8. Nov 2011, 16:32
von Heiri
sorry falls schon gepostet
Distanzlos gegen Fangewalt


Pascal Claude, 4. November 2011, 10:07

«Es sollte eigentlich die schönste Nebensache der Welt sein», sagt Urs Leuthard in der «Rundschau» vom 5. Oktober. «Es sollte eigentlich eine gewisse journalistische Nüchternheit gewahrt werden», möchte man entgegnen. Geht es um Fussball in den Medien, geht gar nichts mehr. Die Berichterstattung über «Fussballfans ausser Rand und Band» (Blick) gerät zunehmend selber ausser Kontrolle.

Wenn aus randalierenden oder Feuerwerk zündenden Fans «Fussball-Chaoten» (AZ) und «Hooligan-Idioten» (Blick) werden und aus Schweizer Stadien «Kriegsschauplätze» (SF Sportpanorama), geht mit dem Fussball auch die Sachlichkeit schweren Zeiten entgegen.

Jüngstes Opfer einer medial-emotionalen Eskalation ist GC-Torhüter Roman Bürki, der es mit einer saloppen Aussage im Jugend-TV-Sender Joiz am 1. November auf den schwarz-gelben Blick-Aushang geschafft hat: «Schleglä gehört zum Fussball!» Bürki hatte im Interview gesagt, Pyro in geordnetem Rahmen störe ihn nicht und zu den Schlägerein unter Fans käme es wohl, weil die sich emotional so stark mit dem Klub verbunden fühlten. Das gehöre für ihn zum Fussball, solange keine Unbeteiligten zu Schaden kommen.

Der 20-jährige Fussballer musste sich noch am selben Tag für seine «unglaubliche Provokation» (Blick) entschuldigen und nahm auf der GC-Homepage all seine Aussagen zurück – was ihm postwendend zum Vorwurf gemacht wurde: «Bürki sorgt für Kopfschütteln. Zuerst verherrlicht er Pyros und Schlägereien, nun sagt er sorry.» (20min.ch). Dass der GC-Torhüter nichts verherrlicht, sondern in seiner Naivität vielmehr die Mechanismen in der Fanszene beschreibt, wird den Journalisten dann in den Kommentarspalten erklärt.

Im Zusammenhang mit Fan-Gewalt, und dazu wird in praktisch allen Medien auch das blosse Abbrennen von Feuerwerk gezählt, kommt als neues journalistisches Gebot die Empörung hinzu: Empörung über die Vorfälle, Empörung über das Versagen der Sicherheitskonzepte, Empörung über das Zögern der Verantwortlichen, Empörung über jede Art der Relativierung. Daniela Lager attackierte in 10vor10 vom 3. Oktober ihren Studiogast, den Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbandes Alex Miescher, als gehöre sie selber einem Fan-Lager an, jenem der schwer Betroffenen. An selber Stelle hatte Susanne Wille ein Jahr zuvor behauptet, Schweizer Fussballfans würden «ganze Lokomotiven zertrümmern». Womit, blieb leider unerwähnt.

Geschichten über Fussballfans steigen seit rund zehn Jahren im Agenda-Setting der Medien immer höher, und sie fallen dabei in aller Regel negativ aus. Die zunehmende Bewirtschaftung des Themas geht einher mit einer Sensationalisierung der Berichterstattung, für die es verschiedene Gründe gibt. Einer der wichtigsten ist die Verfügbarkeit: Wenn es auch selten zu gravierenden Vorfällen kommt, so liefern diese doch jedes Mal spektakuläres Bildmaterial, komponiert aus den Skandalfaktoren Menschenmassen, Feuerwerk, Vermummung und physische Gewalt.

Berichte über Ausschreitungen werden heute meist mit denselben wenigen Archivaufnahmen aus den Jahren 2006, 2008 und neu 2011 (FCZ-FCB vom 11. Mai, GC-FCZ vom 2. Oktober) illustriert. Sie reichen aus, um den Eindruck einer zunehmenden Bedrohung friedliebender Fussballfans durch Horden junger Gewalttäter aufrecht zu erhalten. Nüchterne Zahlen, die das Gegenteil beweisen und die der Beobachter am 26. Oktober 2011 veröffentlicht hat, werden nur in Fan-Foren, nicht aber in Leitartikeln diskutiert.

Die Bilder verbreiten Angst und Schrecken und ermöglichen Abgrenzung. Das macht die Fans zum medialen Dauerthema und verleitet nicht nur Blick oder 20 Minuten, sondern auch die auf Ausgewogenheit und Neutralität verpflichteten SRG-Programme Sportpanorama, Rundschau und 10vor10 zu hysterischer Rhetorik: Widerspruch ist nicht zu befürchten, Gewalt und Chaos finden alle schlimm. Fans haben keine Lobby, und so gefallen sich Journalisten in der Rolle der Botschafter gegen Pyro und Gewalt, statt ihrer Arbeit nachzugehen.

«Rund 50 FCZ-Hooligans, die Pyro-Fackeln zündeten», habe die Münchner Polizei beim Spiel Bayern-FCZ direkt aus dem Block heraus verhaftet, behauptete etwa 10vor10 am 3. Oktober. An der Aussage ist nichts wahr: weder waren es Hooligans, noch waren es rund 50, noch wurde auch nur einer der Zündenden erwischt.

Zur Zuspitzung bei gleichzeitiger Unschärfe trägt bei, dass sich die organisierten Fans aus der Kurve seit Jahren den Medien verweigern: aus Prinzip, aber auch aus Frustration über unausgewogene Berichterstattung und Boulevard-Manieren. Ob das klug ist, sei dahingestellt. Ein Freipass für Medienschaffende, jegliche professionelle Distanz zu verlieren, ist es nicht.
Quelle: http://medienwoche.ch/2011/11/04/distan ... fangewalt/" onclick="window.open(this.href);return false;