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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 4. Jun 2013, 21:28
von blue-devil
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 5. Jun 2013, 13:46
von dragao
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 6. Jun 2013, 16:28
von LU-57
der tagi mit einem standard-beispiel für stadionverbot...
Tagesanzeiger hat geschrieben:«Meine Eltern waren geschockt»

Von Daniel Schneebeli. Aktualisiert am 31.05.2013

Am 9. Juni wird über eine Verschärfung des Hooligan-Konkordates abgestimmt. Zwei FCZ-Anhängerinnen haben nach heutigem Konkordat ein Rayonverbot bekommen. Sie erzählen, wie es dazu gekommen ist.

Zürich – Es geschah an einem Samstag im Dezember 2010. Der FC Zürich hatte in Luzern 1:1 gespielt, und der FCZ-Fanzug traf nach dem Match um 21.11 Uhr im Zürcher HB ein. Mit an Bord waren Lilly Forster und Amelie Heer (Namen geändert), zwei 17-jährige Mädchen aus dem Kanton Zürich, regelmässige Besucherinnen in der Südkurve, wie sie sagen.

Weil an diesem Abend im Fanlokal Studio-Wellness an der Aemtlerstrasse noch ein FCZ-Fest mit Trikotverkauf stattfand, formierten sich im HB rund 100 Fans zum Marsch an die Aemtlerstrasse, Lilly und Amelie schlossen sich dem Zug an. Kaum war die Gruppe losgelaufen, vermummten sich einige Leute aus der Gruppe, zückten Spraydosen und begannen, Scheiben und Hauswände mit FCZ-Parolen zu «verzieren». Die beiden jungen Frauen, die nach eigenen Angaben den Weg zum Fanlokal allein nicht gefunden hätten, beteuern: «Wir haben uns korrekt verhalten.»

Tags darauf berichteten die Zeitungen über den «Saubannerzug», bei dem ein Schaden von rund 70'000 Franken entstanden war. Die Polizei habe dem Treiben mit einem kurzen Gummischroteinsatz ein Ende gesetzt und 30 Personen verhaftet, hiess es. Unter ihnen waren auch Lilly und Amelie, die «einfach nur mitgelaufen sind».

«Grobe Polizisten»

«Plötzlich hörten wir einen Knall», erinnert sich Amelie. Darauf seien alle durcheinandergerannt, «und wir hinterher». In einer Garageneinfahrt wurde die Gruppe eingekesselt. Nach etwa einer Stunde forderten die Polizisten «Minderjährige und Frauen» auf, vorzutreten. Lilly und Amelie waren damit doppelt angesprochen. Die Polizei durchsuchte sie und fesselte ihnen die Hände mit Kabelbindern auf den Rücken. «Das war alles ziemlich grob», sagt Lilly. Dann wurden sie mit einem Einsatzwagen auf die Urania-Wache gebracht, wo sie fotografiert und dann getrennt in eine Zelle gesteckt wurden. Fragen wurden keine gestellt. Etwa um Mitternacht rief ein Polizist nach Hause an. «Meine Eltern waren geschockt», sagt Lilly.

Als die Frauen die Wache mit Amelies angereistem Vater verlassen konnten, hatten sie keine Ahnung, was jetzt weiter passieren würde. Niemand hatte sie nach eigenen Aussagen informiert oder sie über ihre Rechte aufgeklärt.

Neun Monate Rayonverbot ...

Einen Monat lang geschah dann nichts, und Lilly und Amelie glaubten schon, die Sache sei gelaufen. Dann flatterte im Januar 2011 die «Vorladung als beschuldigte Person» ins Haus. Auf dem Posten wurden Fingerabdrücke und DNA-Proben genommen, und nach einer Befragung wurde den Frauen die Strafe mitgeteilt: Gestützt auf das Hooligan-Konkordat erhielten sie ein Rayonverbot von Januar bis September 2011. In dieser Zeit durften sie sich an Spieltagen in Zürich nicht beim Stadion Letzigrund aufhalten – und was für die Frauen noch schlimmer war, auch nicht um den HB und nicht um den Bahnhof Stadelhofen. «Das war eine Riesenstrafe», sagt Lilly. Denn am Wochenende war damit der Ausgang in Zürich praktisch gestrichen.

Doch es kam noch schlimmer. Es folgte der Termin beim Jugendrichter. Nach einer kurzen Anhörung verurteilte er sie wegen Landfriedensbruch, «weil sie an einer öffentlichen Zusammenrottung teilgenommen hatten, bei der gegen Menschen oder Sachen Gewalttätigkeiten begangen wurden». Der Richter hielt den Mädchen zugute, dass sie selber keine Sachbeschädigung begangen hätten. Strafe: fünf Tage soziale Hilfsleistungen bedingt, dazu 140 Franken Verfahrenskosten. Lilly und Amelie mussten dafür mit ihrem Lehrlingslohn geradestehen, das hatten beide mit ihren Eltern vereinbart. Dazu mussten sie sich auch an den Anwaltskosten beteiligen, was am Ende bei beiden über 1000 Franken ausmachte.

... und zwei Jahre Stadionverbot

An Amelie ging der Stress nicht spurlos vorbei: «Ich bekam in der Schule plötzlich Mühe.» Und in der Lehre musste sie – wie Lilly auch – ständig lügen. Denn aus Angst vor dem Verlust der Stelle hatten die beiden ihre Verurteilung verschwiegen. Wenn sich der Lehrmeister nach dem FCZ-Match erkundigte, brauchten sie immer eine Ausrede, warum sie diesmal nicht dort gewesen waren.

Lilly und Amelie beteuern, dass sie sich ans Rayonverbot gehalten haben. Im Sommer 2011 freuten sie sich auf das Ende der Strafe. Sie kauften sich bereits eine neue FCZ-Saisonkarte. Doch dann kam der nächste Hammer: In einem Brief teilte der Schweizerische Fussballverband den Mädchen mit, dass sie auf Antrag des FC Zürich und der Zürcher Stadtpolizei zu einem dreijährigen Stadionverbot verurteilt worden seien. Später wurde das Verbot zwar auf zwei Jahre reduziert, was die Sache für die 18-jährigen Frauen nicht viel besser machte. Bis im März 2013 durften sie in der Schweiz kein Fussball- und kein Eishockeystadion mehr betreten. «Das war einfach extrem ungerecht, wir hatten ja überhaupt nichts getan», sagt Amelie.

Ihre 300-fränkigen Saisonkarten konnten sie nicht nutzen. Vom FCZ erhielten sie das Geld nicht zurück und hörten auch nichts mehr von ihrem Lieblingsclub – bis Februar 2012. Lilly und Amelie wurden zu einem runden Tisch aufgeboten. Der FCZ wollte den jungen Frauen, und auch den anderen Verurteilten vom «Saubannerzug» im Dezember 2010, eine «zweite Chance» geben. Versuchsweise durften sie wieder an die FCZ-Heimspiele, mussten sich zur Kontrolle vor dem Match aber bei den FCZ-Offiziellen anmelden. Nach einer halbjährigen Probezeit wurde das Stadionverbot im Juli 2012 frühzeitig aufgehoben. Lilly und Amelie dürfen wieder an die FCZ-Spiele. In der Hooligan-Datenbank sind sie aber noch mindestens bis Ende 2013 vermerkt.

Erfolgreich vor Gericht

Gegen das Urteil des Jugendrichters wegen Landfriedensbruchs haben beide Frauen beim Bezirksgericht rekurriert – erfolglos, wie 22 andere Betroffene auch. Lilly und Amelie gaben danach auf, weil sie nicht noch mehr Kosten auf sich nehmen wollten. Sieben Personen haben den Fall aber ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Fünf von ihnen erhielten Recht, bei zwei wurde nicht auf die Beschwerde eingetreten, weil das Rayonverbot bereits abgelaufen war.

Lilly und Amelie stehen im Moment in den Abschlussprüfungen, vom Rayon- und Stadionverbot haben sie an ihrer Lehrstelle bis heute nichts erzählt.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 9. Jun 2013, 19:50
von LU-57
pyrochaoten beim french open final :confused2:
http://www.20min.ch/sport/dossier/frenc ... s-19288235" onclick="window.open(this.href);return false;

greez

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 10. Jun 2013, 18:38
von Kaiser
Früher war alles besser...

http://www.youtube.com/watch?v=jIsNNj20YMY" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 10. Jun 2013, 23:01
von Geronimo
Kaiser hat geschrieben:Früher war alles besser...
:!:

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 09:12
von steve
ich möchte an dieser stelle ein posting aus dem gcz-forum einflechten, worte die ich euch nicht vorenthalten will.
ich hoffe die "überführung" des postings an diese stelle sei mir erlaubt.
.:Reto90:. gczforum, 10.06.2013 hat geschrieben:Lasst mich nochmals in Erinnerung rufen, dass es bei diesem Abstimmungskampf um die Verzögerung sowie Sensibilisierung der uns wohlgesinnten Kreise ging. Dass unser Begehren wuchtig abgeschmettert wird, war von Beginn weg klar. Um Mehrheiten zu erreichen, müssten wir uns öffnen und auf Pyro verzichten, sprich uns selbst verleugnen bzw. uns präventiv dem Konkordat beugen um ihm zuvorzukommen. Keine vernünftige Fanzsene würde das jedoch tun, weil eben gerade diese Verworrenheit die Faszination ausmacht.

Fanszenen sind ein real existierende Gesellschaftsspiel, wobei es darum geht, dass die Fanszenen die Öffentlichkeit immer wieder von neuem auf den Prüfstand stellen. Die Fanszenen schaffen es durch geringfügig abweichendes Verhalten heftigste Reaktionen bishin zu totalitären Gesetzen seitens der Öffentlichkeit zu provozieren. Es heisst, die Leute hätten die Schnauze voll von den Hooligans. Das kann ich verstehen und das ist auch gut so. Nur offenbart dies halt, dass Abstimmungen zu simplen Gemütsumfragen verkommen. Ob man die Schnauze voll hat oder nicht war nicht Gegenstand der Abstimmung. Angeblich freiheitliche FDPler, grundrechtophile SPler und antietatistische SVPler offenbaren ihre wahre Frazte, und dies nur weil ein paar Kids Fackeln in die Luft halten. Wer hat es denn zuletzt geschafft, gestandene Politiker derart der Lächerlichkeit preiszugeben? Es gibt nichts einfacheres als einen dieser Befürworter argumentativ zu zerfleischen. Im Unterschied zu einem eritreischen Flüchtling, der so oder so drangsaliert wird, könnten wir jederzeit damit aufhören. Kegeln in Seebach oder Segeln auf dem See.

Wir werden aber weiter machen und dieses verschärfte Konkordat in die Irre führen. Auch dieser erneute Versuch, die hiesigen Fanszenen zu zerschlagen, wird kläglich scheitern. Der eigentliche Kampft beginnt erst mit der Inkraftsetzung.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 09:50
von Insider
Lanus-Supporter gestorben in La Plata im Vorfeld von Estudiantes-Lanus.
Spiel daraufhin in der Pause abgebrochen. Dies war der zweite Spielabbruch innert 3 Tagen wegen Fanausschreitungen.

http://www.telam.com.ar/notas/201306/20 ... iones.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 09:54
von the_wolf
steve hat geschrieben:ich möchte an dieser stelle ein posting aus dem gcz-forum einflechten, worte die ich euch nicht vorenthalten will.
ich hoffe die "überführung" des postings an diese stelle sei mir erlaubt.
.:Reto90:. gczforum, 10.06.2013 hat geschrieben:Lasst mich nochmals in Erinnerung rufen, dass es bei diesem Abstimmungskampf um die Verzögerung sowie Sensibilisierung der uns wohlgesinnten Kreise ging. Dass unser Begehren wuchtig abgeschmettert wird, war von Beginn weg klar. Um Mehrheiten zu erreichen, müssten wir uns öffnen und auf Pyro verzichten, sprich uns selbst verleugnen bzw. uns präventiv dem Konkordat beugen um ihm zuvorzukommen. Keine vernünftige Fanzsene würde das jedoch tun, weil eben gerade diese Verworrenheit die Faszination ausmacht.

Fanszenen sind ein real existierende Gesellschaftsspiel, wobei es darum geht, dass die Fanszenen die Öffentlichkeit immer wieder von neuem auf den Prüfstand stellen. Die Fanszenen schaffen es durch geringfügig abweichendes Verhalten heftigste Reaktionen bishin zu totalitären Gesetzen seitens der Öffentlichkeit zu provozieren. Es heisst, die Leute hätten die Schnauze voll von den Hooligans. Das kann ich verstehen und das ist auch gut so. Nur offenbart dies halt, dass Abstimmungen zu simplen Gemütsumfragen verkommen. Ob man die Schnauze voll hat oder nicht war nicht Gegenstand der Abstimmung. Angeblich freiheitliche FDPler, grundrechtophile SPler und antietatistische SVPler offenbaren ihre wahre Frazte, und dies nur weil ein paar Kids Fackeln in die Luft halten. Wer hat es denn zuletzt geschafft, gestandene Politiker derart der Lächerlichkeit preiszugeben? Es gibt nichts einfacheres als einen dieser Befürworter argumentativ zu zerfleischen. Im Unterschied zu einem eritreischen Flüchtling, der so oder so drangsaliert wird, könnten wir jederzeit damit aufhören. Kegeln in Seebach oder Segeln auf dem See.

Wir werden aber weiter machen und dieses verschärfte Konkordat in die Irre führen. Auch dieser erneute Versuch, die hiesigen Fanszenen zu zerschlagen, wird kläglich scheitern. Der eigentliche Kampft beginnt erst mit der Inkraftsetzung.
:thumbleft:

da muss man dem hopper schön beipflichten...

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 10:14
von Master
Insider hat geschrieben:Lanus-Supporter gestorben in La Plata im Vorfeld von Estudiantes-Lanus.
Spiel daraufhin in der Pause abgebrochen. Dies war der zweite Spielabbruch innert 3 Tagen wegen Fanausschreitungen.

http://www.telam.com.ar/notas/201306/20 ... iones.html" onclick="window.open(this.href);return false;


http://www.stadionwelt-fans.de/index.ph ... ws_id=6287" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 19:04
von Taylor Bourbon
20min.ch hat geschrieben:
Constantin packt Hooligans hart an

Im Tourbillon müssen Stehplatz-Fans beim Einlass künftig ihren Ausweis zeigen. Damit führt Sion-Präsident Christian Constantin das härteste Hooligan-Regime der Schweiz ein.


Der umtriebige Sion-Präsident Christian Constantin überrascht mal wieder mit unkoventionellem Vorgehen: Schon vor Einführung des Konkordats erlässt er eine einschränkende Massnahme für die Fans.Im Sittener Fanblock gibt es die Stehplätze am sofort nur noch im Saison-Abonnement zu kaufen - und zwar in personalisierter Form. Was bedeutet, dass...... Fans künftig vor jedem Spiel ihre ID zeigen müssen.

Noch bevor der Kanton Wallis überhaupt dem verschärften Hooligan-Konkordat beigetreten ist, wendet der FC Sion bereits ab nächster Saison eine der einschneidensten Massnahmen an, die das Konkordat vorsieht: Die ID-Kontrolle. Wie der FC Sion heute auf seiner Website schreibt, werden für die Stehplätze der Sektoren B (Fankurve der Sion-Anhänger) und D4 in diesem Jahr nur noch personalisierte und nicht-übertragbare Saison-Abonnemente verkauft.

Der Pressesprecher des FC Sion, Nicolas Pillet, bestätigt auf Anfrage: «Wir werden Eingangskontrollen vornehmen und der Name auf dem Abo muss mit dem Namen auf der ID übereinstimmen.» Der FC Sion -oder wohl eher dessen Alleinherrscher Christian Constantin- wolle damit noch vor den anderen Schweiz Clubs jene Massnahme umsetzen, die mit dem neuen Konkordat sowieso obligatorisch würden.

Zu den Gründen schreibt der FC Sion auf seiner Website: «Die Bussen aufgrund des wiederholten Abbrennens von Pyrotechnik auf der Nordtribüne, deren Schliessung durch die Super League im Spiel gegen Thun sowie die Verfahrenskosten aufgrund von Sachbeschädigungen haben während der letzten Saison finanzielle Einbussen verursacht, welche die Umsetzung dieser Massnahmen erfordern.»

Fanarbeiter kritisieren ID-Kontrolle

Pillet sagt, man erhoffe sich von der ID-Kontrolle zudem, delinquierende Stadtionbesucher besser identifizieren zu können und dass Leute, die bereits mit einem Stadionverbot belegt wurden, so gar nicht erst ins Stadion gelangen. Die Kontrollen in anderen Schweizer Stadien seien weitgehend unzureichend - im Ausland würden Personenkontrollen bereits sehr gut funktionieren.

Die Fanarbeit Schweiz ist nicht erfreut über das Vorpreschen des FC Sion: «Genau deswegen glauben wir nicht an die Kann-Formulierungen des Konkordats. Eine der schärferen dieser Formulierungen wird hier umgesetzt», sagt Thomas Gander. Inwiefern eine ID-Kontrollpflicht zur Entschärfung der Pyro-Problematik beitragen soll, sei ihm unklar.

Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 20:07
von Windfahne
das wars dann wohl mit den kultigen tourbillon-ausflügen. schade, sehr schade.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 21:17
von Taylor Bourbon
Alte Fanfreundschaft aufleben lassen und Fonduefahrt ahoi.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 21:59
von Master
Windfahne hat geschrieben:das wars dann wohl mit den kultigen tourbillon-ausflügen. schade, sehr schade.
wieso denn? nebensektoren sollen auch noch spannend sein?

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 11. Jun 2013, 22:31
von Yoda
Master hat geschrieben:
Windfahne hat geschrieben:das wars dann wohl mit den kultigen tourbillon-ausflügen. schade, sehr schade.
wieso denn? nebensektoren sollen auch noch spannend sein?
Jep, da kannst Flaschenweise Fendant trinken :partyman: , bezahlst einfach 55 Hämmer für Platz ganz aussen C7, ausser es ist Raiffaisensonntag

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 12. Jun 2013, 00:17
von LU-57
Tagesanzeiger hat geschrieben:http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/sch...story/16340831

Das Basler Konkordat

Von Dario Venutti, Basel. Aktualisiert am 10.06.2013

Zürich hat den Verschärfungen zur Gewaltbekämpfung im Sport deutlich zugestimmt. In Basel dagegen wird das Hooligan-Konkordat wohl im Parlament scheitern. Ein Schweizer Sonderfall.

Fanpass, Registrierungspflicht, totales Alkoholverbot. Basel kennt nur eine Antwort auf den heftigsten Krawall in der neueren Schweizer Fussballgeschichte: Repression. Als Folge der Ausschreitungen am 13. Mai 2006, als der FC Zürich in der Nachspielzeit im St.-Jakob-Park Meister geworden ist, einigen sich Club, Behörden und Polizei auf das, was in der Schweiz seit einem Jahrzehnt nach jedem kleineren und grösseren Zwischenfall gefordert wird: «einschneidende Massnahmen, welche die Gewalt aus dem Stadion endgültig verbannen».

Sieben Jahre später herrscht in Basel wiederum Einigkeit. Nur zielt der Konsens jetzt in die Gegenrichtung: Im Gegensatz zur Restschweiz wird das verschärfte Hooligan-Konkordat wahrscheinlich bereits vom Parlament abgelehnt werden. 56 von 100 Grossräten, von der linken Randpartei Basta bis zur SVP, sind dem Gegenkomitee beigetreten. Der FC Basel ist auch gegen die Verschärfungen, und ein Teil der Polizei ist es hinter vorgehaltener Hand ebenfalls.

«Direkter Dialog bringt mehr»

Was ist in Basel seit dem 13. Mai 2006 geschehen, dass Funktionäre, Politiker und Polizisten das Fanthema heute anders sehen – obwohl auch FCB-Fans seither an Ausschreitungen beteiligt waren? «Wir schieben uns nicht gegenseitig die Schuld zu, sondern reden miteinander», sagt Bernhard Heusler. Der Präsident des FC Basel spricht von einem «Basler Modell», wenn er den Umgang mit Gewalt meint. Er stellt fest, dass mancherorts in der Schweiz nach gewalttätigen Auseinandersetzungen ein Schwarzer-Peter-Spiel stattfindet: Die Behörden beschuldigen den Verein, der Verein die Polizei, die Polizei die Fans und die Fans die Polizei. In Basel wird mit dem Thema unaufgeregt umgegangen. Oder wie es Heusler sagt: «ohne Populismus». Auf seine Initiative hin vereinbarten der FCB, Behörden, Polizei, die Fanarbeit und FCB-Anhänger regelmässige Treffen, nachdem die repressiven Massnahmen als Reaktion auf den 13. Mai in eine Sackgasse geführt hatten. «Der direkte Dialog bringt mehr als die Kommunikation über die Medien», sagt Heusler.

Spricht man mit aktiven FCB-Fans, bestätigen diese die Aussagen Heuslers. Der Basler Polizeikommandant Gerhard Lips zum Beispiel gilt unter ihnen nicht als die Verkörperung des Bösen schlechthin, sondern als pragmatischer und liberaler Polizeichef. Was nicht heisst, dass in Basel die Gesetze nicht angewandt würden: Auch hier erhält ein Stadionverbot, wer mit Pyromaterial erwischt wird. Und auch hier werden Rayonverbote ausgesprochen und Strafverfahren angestrengt, wenn jemand gewalttätig ist. Doch statt immer schärfere Sanktionen zu fordern wie im neuesten Hooligan-Konkordat, hat Basel sozusagen ein eigenes Konkordat entwickelt: Neben dem Dialog gehören dazu die Durchsetzung bestehenden Rechts, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit.

Seit dem 13. Mai 2006 haben zahlreiche Podien und Vortragsabende stattgefunden, an denen über und teilweise auch mit Fans aus dem harten Kern diskutiert wurde. Die Fans sind in Basel auch dann ein Thema, wenn es nicht gerade knallt. Sie werden als subkulturelle Jugendbewegung wahrgenommen, die nicht nur stört. Mit ihr setzen sich vom Ethnologen Ueli Mäder über den Strafrechtsprofessor Markus Schefer bis zum früheren Polizeikommandanten Markus Mohler angesehene Persönlichkeiten auseinander, auf die man hört. Alle drei sagen im Grunde dasselbe: Der Umgang des Staates mit Fans schafft eine Sonderjustiz und gefährdet Grundrechte.

Ein solcher Diskurs existiert zwar auch in Zürich, Bern und Luzern. Doch in Basel wird er breiter geführt, und nur hier ist eine Mehrheit der Politiker überzeugt, dass eine beschleunigte Repression kontraproduktiv ist. Das erwähnte Gegenkomitee wurde vor einem Jahr gegründet. Dessen Sprecher, SP-Grossrat Tobit Schäfer, hat auch eine Grundrechtsbeschwerde am Bundesgericht eingereicht; FDP-Regierungsrat Baschi Dürr musste das Konkordat widerwillig dem Parlament vorlegen. Dass er von seinen Kollegen dazu gezwungen wurde, brachte er im Begleittext unverhohlen zum Ausdruck: Im Zusammenhang mit Fangewalt lasse sich «eine Spirale der Repression» feststellen. Wahrscheinlich im Herbst stimmt das Parlament ab.

Zeugen für Friedfertigkeit

Dass die Basler Politiker die Fanthematik anders sehen als ihre Kollegen in andern Kantonen, erklärt sich Tobit Schäfer mit der Engräumigkeit des Halbkantons. «Über Umwege kennt hier jeder jemanden, der in der Kurve steht. Deshalb weiss er, dass dort nicht Tausende von Gewalttätern sind.» Die Realität an Fussballspielen werde nicht in erster Linie über Medienbilder wahrgenommen, die meistens Pyro und Gewalt zum Inhalt haben. «Wir haben 30'000 Zeugen», sagt Schäfer. Zeugen dafür, dass der Normalfall im und um das Stadion friedlich ist.

Würde das Basler Konkordat einem schweren Krawall standhalten? Schäfer und Heusler sagen: Auch nach den Ausschreitungen am diesjährigen Cupfinal und den Sachbeschädigungen von Basler Fans im Zürcher Letzigrund 2011 sei der Dialog fortgesetzt worden.

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 12. Jun 2013, 04:50
von Matula
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 12. Jun 2013, 10:24
von schesl
Also richtig gelesen, dass man in den Heimsektor der Sion-Fans nur noch mit Jahreskarte und ID kommt?

Was ist, wenn man mal spontan ein Spiel mit seinen Kollegen sehen will? Auch ne Jahreskarte kaufen? :scratch:

Edith meint:
Für die Stehplätze der Sektoren B und D4 werden in diesem Jahr nur noch personalisierte und nicht-übertragbare Saison-Abonnemente verkauft. Diese Sektoren bleiben ausschliesslich Saisonkarteninhabern vorbehalten, es werden während der gesamten Saison keine Einzeltickets für diese Sektoren verkauft.
quelle: sion webseite

--> Übelst

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 12. Jun 2013, 10:28
von risto
Wenns dann ständig halb leer ist, wird dann CC schon zur Einsicht kommen

Re: Kampf den Hooligans und Rassisten

Verfasst: 12. Jun 2013, 10:32
von Camel
Sollten wir aus Solidarität eigentlich boykottieren... (Fahrt kann ja trotzdem stattfinden :safe: )