Euer Ruf ist bereits in Weinfelden angekommen
Verfasst: 9. Mär 2004, 16:49
Weinfelden Region, Dienstag, 9.3.2004
Urheberrecht: Die Übernahme dieses Textes bzw. der Fotografie ist verboten. Jede Weiterverwendung des Inhalts dieser Site bedarf der Einwilligung der Redaktion.
© Thurgauer Zeitung
Ruf eilt dem Gegner voraus
Der SC Weinfelden spielt um den Aufstieg in die 1. Liga. Im Playoff Halbfinal trifft die Hockeymannschaft am Donnerstag auf den HC Luzern. Ein zweifelhafter Ruf eilt dem Gegner voraus.
Thomas Weingart
Weinfelden -Eine Schlägerei gegen Engelberg, demolierte Autos in Ascona und Randale in Arosa: dem Halbfinalgegner des Weinfelder Schlittschuh-Clubs eilt ein schlechter Ruf voraus. Die Thurgauer Mannschaft von Trainer Robert Wiesmann spielt am Donnerstagabend gegen den HC Luzern. Die Verantwortlichen wissen, was sie erwartet. Die Fans der Innerschweizer sorgten in jüngster Vergangenheit ausserhalb des Eisfeldes für negative Schlagzeilen. «Sie sind sehr negativ aufgefallen», schildert Hansruedi Bächinger, Pressesprecher des EHC Arosa, dem letzten Gegner der Luzerner. Einzelne Fans zündeten Feuerwerkskörper oder versuchten, mit Baseballschläger in die Halle zu gelangen. «Wir haben gewusst, was auf uns zukommt und waren schon vor dem Spiel in Alarmbereitschaft.» In Arosa bemühte sich ein Sicherheitsdienst, die impulsiven Fans zu zügeln.
Stadionverbot bei Fussballklubs
700 Zuschauer verfolgen im Schnitt die Heimspiele des HC Luzern. Rund 50 Fans reisen an die Auswärtsspiele. «Es ist nur eine kleine Gruppe von zwei bis drei Fans, die provoziert.» Michael Wyss, Pressechef der Luzerner Mannschaft, ordnet die Querulanten der rechten Szene zu. «Es sind Glatzköpfe, Leute, denen beim FC Luzern und beim FC Kriens ein Stadionverbot auferlegt wurde.» Anlässlich des Spiels in Engelberg vor zwei Wochen, einem so genannten Lokalderby, seien die Luzerner Fans von den Obwaldner Sympathisanten des FC Basel provoziert worden. Erst ausserhalb des Stadions kam es trotz Polizeiaufgebot zu Ausschreitungen. «Zu Hause machen uns diese Fans keine Probleme. Darum haben wir bis anhin noch nie etwas unternommen», erklärt Michael Wyss. Zudem spielten die Luzerner in der zweiten Liga auswärts meist vor leeren Rängen. «Ihnen stand jeweils eine kleine Fangruppe der Heimmannschaft gegenüber. Die Sache ist eine Frage der Zeit. Sollten wir in die 1. Liga aufsteigen, habe ich grosse Bedenken. Dann warten auf uns Gegner, mit ebenso fanatischen Fans.»
Finanzieller Mehraufwand
«Wir wissen, was uns erwartet», sagt Joachim Benke, Präsident des SC Weinfelden, im Hinblick auf das Spiel am Donnerstag. Der Verein wird die Polizei informieren und den Sicherheitsdienst im Stadion personell aufstocken. Benke beschwichtigt: «Einige unserer Leute sind den Umgang mit solchen Fans von den Spielen des HC Thurgau her gewohnt.» Die Fans werden die Halle getrennt betreten und sich im Stadion in verschiedenen Sektoren aufhalten. Der Besuch der Luzerner Fans ist für den Weinfelder Eishockeyverein mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden. «Das sind Kosten, die wir lieber nicht hätten», sagt Benke.
2000 Zuschauer in Luzern
800 Zuschauer erwartet Benke zum Spiel am Donnerstagabend. Neben den organisatorischen Massnahmen will der Präsident die sportlichen Belange nicht ausser Acht lassen. Zwei 8:1-Siege gegen Ascona ebneten den Weinfeldern den Einzug ins Halbfinale. Um das Finale zu erreichen und somit um den Aufstieg spielen zu können, benötigt der SC Weinfelden zunächst zwei Siege gegen Luzern. «Chancen, den Final zu erreichen, bestehen auf jeden Fall. Wir haben ein junges, starkes, sehr offensiv eingestelltes Team. Ich bin zuversichtlich», sagt Joachim Benke. Für den SC Weinfelden gilt es am Donnerstag, ein gutes Resultat vorzulegen. Für das Rückspiel in Luzern am 14. März erwarten die Verantwortlichen in der Innerschweiz 2000 Fans.
SC Weinfelden - HC Luzern, Playoff 2. Liga, Donnerstag, 11. März, Eishalle Güttingersreuti, Spielbeginn 20 Uhr.
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Ruf eilt dem Gegner voraus
Der SC Weinfelden spielt um den Aufstieg in die 1. Liga. Im Playoff Halbfinal trifft die Hockeymannschaft am Donnerstag auf den HC Luzern. Ein zweifelhafter Ruf eilt dem Gegner voraus.
Thomas Weingart
Weinfelden -Eine Schlägerei gegen Engelberg, demolierte Autos in Ascona und Randale in Arosa: dem Halbfinalgegner des Weinfelder Schlittschuh-Clubs eilt ein schlechter Ruf voraus. Die Thurgauer Mannschaft von Trainer Robert Wiesmann spielt am Donnerstagabend gegen den HC Luzern. Die Verantwortlichen wissen, was sie erwartet. Die Fans der Innerschweizer sorgten in jüngster Vergangenheit ausserhalb des Eisfeldes für negative Schlagzeilen. «Sie sind sehr negativ aufgefallen», schildert Hansruedi Bächinger, Pressesprecher des EHC Arosa, dem letzten Gegner der Luzerner. Einzelne Fans zündeten Feuerwerkskörper oder versuchten, mit Baseballschläger in die Halle zu gelangen. «Wir haben gewusst, was auf uns zukommt und waren schon vor dem Spiel in Alarmbereitschaft.» In Arosa bemühte sich ein Sicherheitsdienst, die impulsiven Fans zu zügeln.
Stadionverbot bei Fussballklubs
700 Zuschauer verfolgen im Schnitt die Heimspiele des HC Luzern. Rund 50 Fans reisen an die Auswärtsspiele. «Es ist nur eine kleine Gruppe von zwei bis drei Fans, die provoziert.» Michael Wyss, Pressechef der Luzerner Mannschaft, ordnet die Querulanten der rechten Szene zu. «Es sind Glatzköpfe, Leute, denen beim FC Luzern und beim FC Kriens ein Stadionverbot auferlegt wurde.» Anlässlich des Spiels in Engelberg vor zwei Wochen, einem so genannten Lokalderby, seien die Luzerner Fans von den Obwaldner Sympathisanten des FC Basel provoziert worden. Erst ausserhalb des Stadions kam es trotz Polizeiaufgebot zu Ausschreitungen. «Zu Hause machen uns diese Fans keine Probleme. Darum haben wir bis anhin noch nie etwas unternommen», erklärt Michael Wyss. Zudem spielten die Luzerner in der zweiten Liga auswärts meist vor leeren Rängen. «Ihnen stand jeweils eine kleine Fangruppe der Heimmannschaft gegenüber. Die Sache ist eine Frage der Zeit. Sollten wir in die 1. Liga aufsteigen, habe ich grosse Bedenken. Dann warten auf uns Gegner, mit ebenso fanatischen Fans.»
Finanzieller Mehraufwand
«Wir wissen, was uns erwartet», sagt Joachim Benke, Präsident des SC Weinfelden, im Hinblick auf das Spiel am Donnerstag. Der Verein wird die Polizei informieren und den Sicherheitsdienst im Stadion personell aufstocken. Benke beschwichtigt: «Einige unserer Leute sind den Umgang mit solchen Fans von den Spielen des HC Thurgau her gewohnt.» Die Fans werden die Halle getrennt betreten und sich im Stadion in verschiedenen Sektoren aufhalten. Der Besuch der Luzerner Fans ist für den Weinfelder Eishockeyverein mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden. «Das sind Kosten, die wir lieber nicht hätten», sagt Benke.
2000 Zuschauer in Luzern
800 Zuschauer erwartet Benke zum Spiel am Donnerstagabend. Neben den organisatorischen Massnahmen will der Präsident die sportlichen Belange nicht ausser Acht lassen. Zwei 8:1-Siege gegen Ascona ebneten den Weinfeldern den Einzug ins Halbfinale. Um das Finale zu erreichen und somit um den Aufstieg spielen zu können, benötigt der SC Weinfelden zunächst zwei Siege gegen Luzern. «Chancen, den Final zu erreichen, bestehen auf jeden Fall. Wir haben ein junges, starkes, sehr offensiv eingestelltes Team. Ich bin zuversichtlich», sagt Joachim Benke. Für den SC Weinfelden gilt es am Donnerstag, ein gutes Resultat vorzulegen. Für das Rückspiel in Luzern am 14. März erwarten die Verantwortlichen in der Innerschweiz 2000 Fans.
SC Weinfelden - HC Luzern, Playoff 2. Liga, Donnerstag, 11. März, Eishalle Güttingersreuti, Spielbeginn 20 Uhr.