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Waffeninitiative

Ja oder Nein zur Initiative?

Ja
42
42%
Nein
58
58%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 100

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UNDERCOVER
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Re: Waffeninitiative

Beitrag von UNDERCOVER »

Heiri hat geschrieben:Annehmen oder Ablehnen?
ich lehne ab. es geht mir nicht um überholte wehrmannsfolklore: genauso, wie die schweiz niemanden zwingen sollte, eine armee- oder andere waffe bei sich zu hause aufzubewahren, soll sie dies niemandem verbieten. ersteres ist erfüllt: wer keine waffe will, kann diese in fortschrittlichen kantonen richtigerweise einlagern lassen oder gleich waffenlosen dienst absolvieren. zweiteres ist durch die initiative bedroht.

zwei dinge stören mich zudem an der initiative:
- stellt die initiative sicher, dass künftig keine armeewaffen mehr zu hause sind? ich meine nicht. schon heute dürften armeedienstpflichtige keine munition nach hause nehmen können. ein schöner traum: regelmässig finden nicht nur munition, sondern selbst hand- und blendgranaten den weg aus den schiessständen und kasernen in die privatwohnungen.
- der bedarfsnachweis für alle waffen: kann eine behörde besser/zuverlässiger beurteilen, ob jemand eine waffe benötigt, als es diese person selber kann? ich meine nicht.

anzusetzen wäre woanders: beim saftladen schweizer armee und dem längst überholten obligatorischen schiessen.
Heiri hat geschrieben:Kann mir jemand erklären wozu man zuhause eine Waffe braucht, wenn man nicht als Schütze in einem Verein ist?
ich brauche aktuell keine, du scheinbar auch nicht. doch ist das allein schon ein grund, praktisch allen anderen vorzuschreiben, dass sie ebenfalls keine haben dürfen?
Master
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Beitrag von Master »

panikmache von allen seiten und sie scheint zu funktionieren.. dieser fred ist das beste beispiel!

sachlich betrachtet macht die initiative schlicht keinen so grossen sinn, dass sie die anfallenden zusatzaufwendungen wert sind. mit dem einzug der taschenmun ist den befürwortern ebenfalls die munition entzogen worden. wer jetzt zwingend das bedürfniss hat amok zu laufen, muss zu erst die hürde der muntionsbeschaffung übersteigen und legt somit einen vorsatz an den tag (also kein - zufallstäter, weil er ne waffe zu hause hatte). wer soweit ist, der organisiert sich auch sonst ne waffe um jemandem zu schaden. und ja, mun kann man auch im dienst mitlaufen lassen. aber auch das ist verboten und wer sich da widersetzt und später die mun auch einsetzt, hat eh einen knacks. anyway, an die waffe kommt er eh ran! macht er halt den mist, wenn er die waffe zwecks wk oder obligatorischem auf sich hat..

auch das zentrale waffenregister ist nicht der oberknaller, die meisten waffen sind ja eh registiert (hallo militärwaffe!) und die, die sie sonst brauchen, werden sie sowieso nicht registrieren lassen..

fazit: entweder verbietet man alle waffen oder man lässt es bleiben! die initiative ist nicht weniger als heisse luft sowie geld und ressourcen verschwendung par excellence..

hugh

ps. den leute, WO behaupten, die zeughäusler hätten so immerhin mal halbwegs was zu tun, kann ich natürlich nicht widersprechen..

ach ja, die waffe darf ja abgegeben werden.. 68 leute haben das in der schweiz bisher gemacht..
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
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Chris Climax
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Beitrag von Chris Climax »

Sozis, Finger weg von meinem Engelmacher! :evil:
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Camel
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Beitrag von Camel »

Master hat geschrieben:dem einzug der taschenmun ist den befürwortern ebenfalls die munition entzogen worden. wer jetzt zwingend das bedürfniss hat amok zu laufen, muss zu erst die hürde der muntionsbeschaffung übersteigen und legt somit einen vorsatz an den tag (also kein - zufallstäter, weil er ne waffe zu hause hatte). wer soweit ist, der organisiert sich auch sonst ne waffe um jemandem zu schaden. und ja, mun kann man auch im dienst mitlaufen lassen. aber auch das ist verboten und wer sich da widersetzt und später die mun auch einsetzt, hat eh einen knacks.
ich glaub da gibts auch von der pro-seite nichts mehr hinzuzufügen, oder?
grantler
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Beitrag von grantler »

Camel hat geschrieben:
Master hat geschrieben:dem einzug der taschenmun ist den befürwortern ebenfalls die munition entzogen worden. wer jetzt zwingend das bedürfniss hat amok zu laufen, muss zu erst die hürde der muntionsbeschaffung übersteigen und legt somit einen vorsatz an den tag (also kein - zufallstäter, weil er ne waffe zu hause hatte). wer soweit ist, der organisiert sich auch sonst ne waffe um jemandem zu schaden. und ja, mun kann man auch im dienst mitlaufen lassen. aber auch das ist verboten und wer sich da widersetzt und später die mun auch einsetzt, hat eh einen knacks.
ich glaub da gibts auch von der pro-seite nichts mehr hinzuzufügen, oder?
dazu (und auch zum bündner sommerbock) genügt ein copy/paste aus der initiativ-seite.
Drei häufig gestellte Fragen
1. Dürfen Schützen und Jäger ihre Waffe behalten?Ja, klar. Verantwortungsvolle Schützen, Jäger und Sammler, die ihre Waffe beherrschen und diese brauchen, können sie ohne weiteres behalten. Auch das Feldschiessen und das «Obligatorische» wird weiterhin problemlos stattfinden können.
2. Ist nicht der Mensch anstatt die Waffe schuld?Sicher. Langfristig und kühl planende Verbrecher werden immer an Waffen herankommen. Bloss: Viel häufiger werden Waffen aus vorübergehender Wut und Verzweiflung missbraucht. Da nimmt die Sicherheit wesentlich zu, wenn Waffen nicht so einfach verfügbar sind.
3. Wer sich umbringen will, wird immer ein Mittel finden?Das ist falsch. Wird der Zugang zu Tötungsmitteln eingeschränkt, können Leben gerettet werden. In Staaten, die ihr Waffengesetz verschärften, fand zwar eine gewisse Verlagerung statt; wichtiger ist aber, dass die Anzahl Selbsttötungen insgesamt zurück ging.
edit: im WK mun mitlaufen zu lassen, ist wohl ein kavaliersdelikt. die hemmschwelle ist m.e. noch fast tiefer als schwarzfahren...

edit2: meine persönlichen beweggründe zum ja sind übrigens nicht in den obigen drei antworten zu finden ;-)
Zuletzt geändert von grantler am 11. Jan 2011, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
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TurbojugendFCL
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Beitrag von TurbojugendFCL »

Chris Climax hat geschrieben:Sozis, Finger weg von meinem Engelmacher! :evil:
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Camel
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Beitrag von Camel »

KlamDo hat geschrieben:...
Wie schiesst man ohne Munition? Bin sonst auch immer Contra-Militär, aber diese Initiative ist ein Witz! Btw. hab keine Waffe zu Hause.
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Gunner
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Beitrag von Gunner »

Abstimmungsunterlagen wandern gleich in den Abfall ... LG

Danke SP das ihr fangs soweit seid wie die SVP und über JEDEN Scheiss eine Initiative lancieren müsst .... !!
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Beitrag von grantler »

Camel hat geschrieben:
KlamDo hat geschrieben:...
Wie schiesst man ohne Munition? Bin sonst auch immer Contra-Militär, aber diese Initiative ist ein Witz! Btw. hab keine Waffe zu Hause.
sorry, hab noch editiert:
im WK mun mitlaufen zu lassen, ist wohl ein kavaliersdelikt. die hemmschwelle ist m.e. noch fast tiefer als schwarzfahren...
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UNDERCOVER
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Beitrag von UNDERCOVER »

KlamDo hat geschrieben:im WK mun mitlaufen zu lassen, ist wohl ein kavaliersdelikt. die hemmschwelle ist m.e. noch fast tiefer als schwarzfahren...
und weshalb? weils offensichtlich (auch von den organisatoren) schlicht niemanden interessiert, wer wieviel munition mitnimmt. ginge es den initianten ernsthaft um die verhinderung der selbstmorde und dritttötungen, hätten sie exakt dort und nicht bei der waffe angesetzt.
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Beitrag von grantler »

UNDERCOVER hat geschrieben:
KlamDo hat geschrieben:im WK mun mitlaufen zu lassen, ist wohl ein kavaliersdelikt. die hemmschwelle ist m.e. noch fast tiefer als schwarzfahren...
und weshalb? weils offensichtlich (auch von den organisatoren) schlicht niemanden interessiert, wer wieviel munition mitnimmt. ginge es den initianten ernsthaft um die verhinderung der selbstmorde und dritttötungen, hätten sie exakt dort und nicht bei der waffe angesetzt.
chch, dort ansetzen ist in der praxis m.e. unmöglich. das wär dann ein echter papiertiger.
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UNDERCOVER
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Beitrag von UNDERCOVER »

KlamDo hat geschrieben:
UNDERCOVER hat geschrieben:
KlamDo hat geschrieben:im WK mun mitlaufen zu lassen, ist wohl ein kavaliersdelikt. die hemmschwelle ist m.e. noch fast tiefer als schwarzfahren...
und weshalb? weils offensichtlich (auch von den organisatoren) schlicht niemanden interessiert, wer wieviel munition mitnimmt. ginge es den initianten ernsthaft um die verhinderung der selbstmorde und dritttötungen, hätten sie exakt dort und nicht bei der waffe angesetzt.
chch, dort ansetzen ist in der praxis m.e. unmöglich. das wär dann ein echter papiertiger.
- professionellere durchführung (also nicht durch plausch-schützenvereine) unmöglich?
- obligatorisches generell streichen unmöglich?
- usw.
Heiri
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Beitrag von Heiri »

UNDERCOVER hat geschrieben:- professionellere durchführung (also nicht durch plausch-schützenvereine) unmöglich?
- obligatorisches generell streichen unmöglich?
- usw.
an einem Obligatorischen Munition mitlaufen zu lassen ist wohl bedeutend schwieriger als in einem WK (dies ist zumindest meine Erfahrung)
"Ich realisierte wie stolz ich war, ein Luzerner zu sein"

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steve
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Beitrag von steve »

UNDERCOVER hat geschrieben:
KlamDo hat geschrieben:im WK mun mitlaufen zu lassen, ist wohl ein kavaliersdelikt. die hemmschwelle ist m.e. noch fast tiefer als schwarzfahren...
und weshalb? weils offensichtlich (auch von den organisatoren) schlicht niemanden interessiert, wer wieviel munition mitnimmt. ginge es den initianten ernsthaft um die verhinderung der selbstmorde und dritttötungen, hätten sie exakt dort und nicht bei der waffe angesetzt.
nicht dass deine aussage grundsätzlich falsch sein soll, jedoch ist es wohl um einiges einfacher, all die registrierten armee-waffen einzuziehen, als sicherzustellen, dass jeder armeeangehörige, der irgendwas mit dem beaufsichtigen und kontrollieren von material zu tun hat, seinen pflichten nachkommt. abgesehen davon ist die vollständige material- bzw. munitionssicherung wohl ein ding der unmöglichkeit. oder denkst du, dass bisher nicht versucht wird, das unerlaubte mitlaufenlassen von armeeeigentum zu unterbinden?
"Wer sich vor nichts Grossem fürchtet, der hat vor jeder Kleinigkeit Schiss. Gerade der postmoderne Relativismus führt dazu, dass wir nichts mehr relativieren können. So werden wir bei jeder minimalen Gelegenheit zu reaktionären Mimosen, die sofort nach Repressionsmassnahmen rufen und sich auch beträchtliche Zumutungen - wie zum Beispiel Leibesvisitationen, Nacktscannen, Rauchverbote, Bologna-Reformen oder massive Umverteilungen gesellschaftlichen Reichtums - gerne gefallen lassen."
- Robert Pfaller -

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grantler
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Beitrag von grantler »

UNDERCOVER hat geschrieben:
KlamDo hat geschrieben:
UNDERCOVER hat geschrieben: und weshalb? weils offensichtlich (auch von den organisatoren) schlicht niemanden interessiert, wer wieviel munition mitnimmt. ginge es den initianten ernsthaft um die verhinderung der selbstmorde und dritttötungen, hätten sie exakt dort und nicht bei der waffe angesetzt.
chch, dort ansetzen ist in der praxis m.e. unmöglich. das wär dann ein echter papiertiger.
- professionellere durchführung (also nicht durch plausch-schiessvereine) unmöglich?
- obligatorisches generell streichen unmöglich?
- usw.
du sprichst das obligatorische an. ich meine aber den WK.

für mich selbst wäre das streichen des obligatorischen sicher eine gute lösung. aber das ist m.e. nicht durchführbar, weil da die lobby (noch) zu stark ist - leider. das wissen die initanten genau, und darum versucht man es jetzt mal so. keine schlechte idee, finde ich.
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hra
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Beitrag von hra »

alle waffen vernichten und besitzer hart bestrafen!
Hammarby IF de gör av Sverige !


Assauer sagt was andere denken

TB: "hra depp! ©®™"
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Camel
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Beitrag von Camel »

hra hat geschrieben:alle waffen vernichten und besitzer erschiessen!
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schesl
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Beitrag von schesl »

Heiri hat geschrieben:
UNDERCOVER hat geschrieben:- professionellere durchführung (also nicht durch plausch-schützenvereine) unmöglich?
- obligatorisches generell streichen unmöglich?
- usw.
an einem Obligatorischen Munition mitlaufen zu lassen ist wohl bedeutend schwieriger als in einem WK (dies ist zumindest meine Erfahrung)
Falsch.
Wie? Leg mal bisschen Logik an den Tag und du kommst selber drauf. Will dir aber auch nichts unterstellen...

Zum Thema:

Bisher einige gute Pro/Contra-Argumente. Könnte noch intressant werden.
Fotos findest du hier...
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TurbojugendFCL
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Beitrag von TurbojugendFCL »

anhand solcher initiativen (und ähnlichen wie z.b. minarettinitiative usw.) sieht man wie gut es uns doch in der schweiz geht. scheinbar haben wir keine wirklichen probleme über die man diskutieren muss. ist doch schön.
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R A U T E

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Beitrag von grantler »

schesl hat geschrieben:Falsch.
Wie? Leg mal bisschen Logik an den Tag und du kommst selber drauf. Will dir aber auch nichts unterstellen...
wenn man noch nie an einem obligatorischen war, kann man dann auch drauf kommen?
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