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Hakan Yakin

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tuce
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Beitrag von tuce »

Delling hat geschrieben:
Wiesel hat geschrieben:
locärne hat geschrieben:ja, aber gefährliches Spiel für wen? hatsch ist immerhin der lieblingsspieler vom präsidenten - gut das war Seoane auch schon .....
Ende Saison wird man sehen..denke kann auf beide Seiten kippen. Momentan wohl 60 zu 40 Hakan!
Dass der Bruder von Hakan bei Thun gute Arbeit verrichtet macht die Lage für Fringer sehr heikel... Die nächsten Wochen werden es zeigen.
Hakan ist letzte Woche in seine neue Hütte in Meggen eingezogen...
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Iggy Pop
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Beitrag von Iggy Pop »

tuce hat geschrieben:
Delling hat geschrieben:
Wiesel hat geschrieben: Ende Saison wird man sehen..denke kann auf beide Seiten kippen. Momentan wohl 60 zu 40 Hakan!
Dass der Bruder von Hakan bei Thun gute Arbeit verrichtet macht die Lage für Fringer sehr heikel... Die nächsten Wochen werden es zeigen.
Hakan ist letzte Woche in seine neue Hütte in Meggen eingezogen...
in die hütte von murat
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timtim
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Beitrag von timtim »

:kermit:
locärne
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Beitrag von locärne »

Davide hat geschrieben:Hatsch wird bei Luzern bleiben, da bin ich mir sicher. Er wird spätestens in der neuen Saison wieder voll parat sein.
das bezweifelt ja niemand. die Frage ist, ob Hatsch und fringer weiter zusammen funktionieren oder ob da was im busch ist.
Top 3, what else
Sammler
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Beitrag von Sammler »

locärne hat geschrieben:
Davide hat geschrieben:Hatsch wird bei Luzern bleiben, da bin ich mir sicher. Er wird spätestens in der neuen Saison wieder voll parat sein.
das bezweifelt ja niemand. die Frage ist, ob Hatsch und fringer weiter zusammen funktionieren oder ob da was im busch ist.
Bei keinem anderen Trainer könnte sich Yakin derart viel erlauben - auch bei Murat nicht. Insofern muss er froh sein, Fringer zu haben.
Kann mir kaum vorstellen, dass da "was ist". Ausser, dass Yakin von einzelnen Personen im Verein im Sinne der sportlichen Leistung unter Druck gesetzt wird, um endlich seine Knieprobleme in Griff zu bekommen. Denn wirklich helfen kann er dem FCL nur, wenn er beschwerdefrei ist. Er bekommt alle Freiheiten, die man ihm nur gewähren kann, aber da muss natürlich auch die Leistung stimmen. Bei den Knieproblemen, die - scheints - nicht abklingen, geht das aber nicht...
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Hegi
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Beitrag von Hegi »

1901 - Härzbluet Emotione Liideschaft
nick cave
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Beitrag von nick cave »

weiterer sinnlos artikel von blick
Sammler
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Beitrag von Sammler »

nick cave hat geschrieben:weiterer sinnlos artikel von blick
Vor sllem erzählt er nichts neues...
the_wolf
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Beitrag von the_wolf »

nick cave hat geschrieben:weiterer sinnlos artikel von blick
jede woche ein hakan bashing...blick verpiss die uf ziiiri
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Gunner
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Beitrag von Gunner »

Letzte, aber nicht unwesentliche Frage: Hat Yakin genug Geld auf der Seite, um danach als nicht mehr fürstlich entlöhnter Talentspäher seine 4 Kinder und ihre 3 Mütter zu versorgen? Die Frage «Wie teuer kommt ein Kind zu stehen?» beantwortet eine Studie des Bundesamts für Sozialversicherungen: 820 000 Franken!
:strip:
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tuce
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Beitrag von tuce »

Maréchaux hat geschrieben:
nick cave hat geschrieben:weiterer sinnlos artikel von blick
jede woche ein hakan bashing...blick verpiss die uf ziiiri
Und es geht gleich weiter:
http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... len-170560
Davide

Beitrag von Davide »

Blick hör auf auf Haki herum zu hacken!!!
grantler
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Beitrag von grantler »

Antworten
FRANK BUSSMANN, SOLOTHURN - 11:03 | 14.04.2011
» Und plötzlich ist er dann Trainer bei einem ganz grossen Club im Ausland - und verdient erneut das Hundertfache eines Journalisten... Hehehe!
:lol:
"Mit leerem Kopf nickt es sich leichter"
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LUCERNE CITY
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Beitrag von LUCERNE CITY »

er ist und bleibt einer der wichtigsten spieler von Luzern !
1901
Davide

Beitrag von Davide »

Der Meister ist zurück!!!
Garfield
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Beitrag von Garfield »

Schon ein bisschen beängstigend wie stark der FCL von Hakan abhängig ist. Gehe für einmal mit den Zeitungsheinis einig. Nur schon die Präsenz von ihm führt zu einer Leistungssteigerung der andern Spieler, ob er nun gut spielt oder nur durchschnittlich wie gestern. Da muss man sich für nächste Saison und die Zeit nach Hakan noch was einfallen lassen.
FCL quo vadis?
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Emotions
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Beitrag von Emotions »

Garfield hat geschrieben:Schon ein bisschen beängstigend wie stark der FCL von Hakan abhängig ist. Gehe für einmal mit den Zeitungsheinis einig. Nur schon die Präsenz von ihm führt zu einer Leistungssteigerung der andern Spieler, ob er nun gut spielt oder nur durchschnittlich wie gestern. Da muss man sich für nächste Saison und die Zeit nach Hakan noch was einfallen lassen.
Mit Fabian Frei wäre eine Aufbauvariante durchaus vorhanden. Denke da einige Jahre zurück: Ein gewisser Alex Frei "lernte" den letzten Schliff von einem gewissen Kubi (UND das erst noch beim FC Luzern)
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Hauptsache Luzerner...
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1419 taucht erstmals in den Akten eines Hexenprozesses gegen einen Mann im schweizerischen Luzern das Wort Hexereye auf.
Dieser wurde anschliessend im Wasserturm verwahrt...
Barceloneta
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Beitrag von Barceloneta »

Garfield hat geschrieben:Schon ein bisschen beängstigend wie stark der FCL von Hakan abhängig ist. Gehe für einmal mit den Zeitungsheinis einig. Nur schon die Präsenz von ihm führt zu einer Leistungssteigerung der andern Spieler, ob er nun gut spielt oder nur durchschnittlich wie gestern. Da muss man sich für nächste Saison und die Zeit nach Hakan noch was einfallen lassen.
Zwei sehr wichtige, unterschiedliche Punkte sprichst Du hier an:
Einerseits die Abhängigkeit von Hatsch. Diese ist unbestritten. Und für jede Mannschaft, welche solch eine wichtige Figur im Team hat gilt: Manchmal Segen, manchmal Fluch!
Ein Segen ist es, dass man überhaupt so einen Ausnahmekönner in den eigenen Reihen hat. Zibung hat im Interview noch was sehr wichtiges erwähnt: wenn Yakin spielt, hat der Gegner den entsprechend grossen Respekt, konzentriert sich auf die Einengung von Yakins Einfluss und so gibt es automatisch mehr Raum für Leute wie Gygax oder Ferreira. Es ist also nicht nur die fussballerische Genialität und Kreativität, sondern schon die alleinige Präsenz bewirkt etwas.

Ein Fluch ist es, wenn Yakin gesperrt oder verletzt ist oder aus sonst einem Grund nicht eingesetzt werden kann. Ohne die Ideen und ohne die überraschenden Spielzüge ist die Mannschaft sehr leicht auszurechnen, spielt zuwenig variabel und es mangelt an Selbstvertrauen.
Yakin wird wohl nicht mehr viel mehr wie eine Saison spielen und daher wäre man beim FCL gut beraten, seine "Nachfolge", so es diese denn überhaupt gibt, in die Wege zu leiten.
tangojoe
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Beitrag von tangojoe »

«Wir haben eben viele Neider»
Hakan und Murat Yakin – ein Gespräch mit den Brüdern über ihren Ruf und ihre Liebe zum Fussball
VON PETER M. BIRRER UND THOMAS SCHIFFERLE
Sonntagszeitung 24.April 2011

Murat und Hakan Yakin sind in der Schweiz nicht die ersten Brüder, die es im Fussball bis an die Spitze gebracht haben. Es gab die Hermanns, Heinz und Herbert, es gab auch die Sutters, Alain und René.
Aber die beiden Söhne der Emine Yakin haben etwas an sich, das sie unvergleichlich macht: Sie verkörpern das Extravagante, Hakan als Spieler noch ausgeprägter als einst sein älterer Bruder. Sie pflegen auch neben dem Fussballplatz das Unbefangene, das Leichte und stehen deshalb im Verdacht, nicht ernsthaft genug zu sein. Sie polarisieren.
Dabei sind sie zwei, die man leicht sehr gut mögen kann. Gerade Murat besitzt eine Ausstrahlung, die fasziniert. Er ist inzwischen Trainer beim FC Thun, Hakan macht seine ersten Schritte in der Trainerausbildung, aber zuerst will er in Luzern und im Nationalteam weiter spielen, solange sein Körper mitmacht.

Wie ist das Leben, wenn man Yakin heisst?
Murat: Aufregend.
Hakan: Interessant.

Das heisst?
Murat: Es gibt einen Zwiespalt zwischen der Bescheidenheit, die wir in unserer Familie mitbekommen haben, und dem Image, das wir verpasst bekommen haben. Dem Image, dass wir uns alles leisten könnten, dass wir uns anders bewegen würden als andere. Für uns ist es nicht normal, wie die Leute auf uns reagieren.

Sie polarisieren halt.
Murat: Klar. Man gönnt uns den Erfolg nicht. Neid spielt mit. Wir sind nach wie vor nicht angekommen, nicht integriert.
Hakan: Wir haben eben viele Neider. Entweder mag man uns, oder man mag uns nicht, dazwischen gibt es nichts. Murat: Eigentlich müssten wir das nicht mehr tun. Trotzdem müssen wir uns Jahr für Jahr beweisen. Nehmen wir die Diskussionen, die wegen der Rücktritte von Frei und Streller aktuell sind. Uns würde es niemals in den Sinn kommen, zurückzutreten. Uns müsste man mit der Bahre vom Feld tragen. Das ist unsere Mentalität. Aber die erkennt nicht jeder.

Weil Sie beide eben den Eindruck vermitteln, Ihnen falle alles leicht.
Hakan: Vielleicht sagen wir nur, was wir denken.
Aber auch Sie machen wie früher Murat den Eindruck, Sie könnten noch mehr leisten.
Murat: Wo immer Haki war, ob in Basel, Bern, Luzern: Es gibt keine Statistik, die er nicht anführt. Aber trifft er einmal zwei Spiele nicht, heisst es sofort: Krise! Hakan: Ob wir mit Luzern gewinnen oder verlieren, am Schluss bin immer ich der, über den geschrieben wird.

Was wollen Sie damit sagen, Sie seien in der Schweiz noch nicht angekommen?
Murat: Als Fussballer kommt man hier nie richtig an. Weil dieser Beruf von der Mehrheit nicht anerkannt wird. Auch im Berner Oberland höre ich immer noch: «Ja, ja, diese Tschütteler … Was machen die überhaupt? 2 Stunden trainieren. Und dann?» Als ich nach Thun kam, sagten drei Viertel: «Was habt ihr da für einen geholt?» Ich muss die Leute immer wieder von mir überzeugen.
Von der Mentalität kann es aber keine Probleme geben? Sie sind in Basel geboren.
Murat: Das nicht, das ist etwas anderes. Obwohl uns immer noch Leute auf Hochdeutsch anreden und dann sagen: «Ja, grüezi, Herr ähm Hakan Yakin.» (lacht)

Warum soll man Sie mögen?
Murat: Wir sind offen, anständig, freundlich, wir zeigen Respekt vor anderen und wollen etwas bewegen. Es ist nicht so, dass wir die Arbeit erfunden hätten oder ein grosses Arbeitsvolumen hätten. Aber wenn wir etwas machen, machen wir es richtig.

Wunderbar formuliert.
Murat: Es ist ja so (lacht). In Thun sagte der Präsident (Markus Stähli) in der Zeitung: Er wolle einen Trainer, der am Morgen das Licht anstellt und es am Abend ausmacht. Ich sagte ihm: «Wenn du das willst, bin ich nicht der Richtige. Wenn ich komme, mache ich es, wie ich es für richtig empfinde.» Was bedeutet Arbeit schon? Qualität geht vor Quantität.

Das ist bei Ihnen auch immer das Thema.
Hakan: Was?

Das Arbeitsvolumen …
Hakan: Ein Trainingsweltmeister werde ich nie sein. Es zählt, was am Wochenende ist.
Murat: Spieler wie Hakan muss man gar nicht erst überzeugen, sich zu ändern. Die anderen muss man so weit bringen, dass sie ihn verstehen. Ich sage meinen Spielern oft: «Kommt zuerst einmal so weit, dass ihr es euch herausnehmen könnt, einmal zu spät zu sein oder das Auto einmal gleich vor dem Trainingsplatz oder der Kabine parkieren zu können.»

Hakan, haben Sie Ihren Bruder kopiert, wo es um die Arbeitseinstellung geht?
Hakan: Nein, ich habe gar nicht gewusst, dass er so ist. Als Spieler war er immer pünktlich. (Murat ist eine Stunde verspätet zum Gespräch an dem Ort erschienen, wo sie nachher an ein Geburtstagsfest eingeladen sind. «Stau auf der Autobahn», sagt er.) Murat ist eine Persönlichkeit, ich bin meine eigene.

Und im Training? Machen Sie da auch einmal weniger, so wie Murat früher als Spieler?
Hakan: Es geht nicht darum, weniger zu machen. In meinem Alter spüre ich, wie weit ich mit meinem Körper gehen darf. Vor einem Spiel brauche ich mich nicht während einer halben Stunde darauf zu konzentrieren, was ich machen muss. Das geschieht instinktiv.
Murat: Kurz gesagt: Es gibt Trainingsweltmeister und Wettkampftypen.
Hakan: Wenn es darauf ankommt, sind wir bereit.
Murat: Wir haben sicher viel Talent mitbekommen. Aber auch wir waren gezwungen, damit überhaupt etwas anzufangen.
Hakan: Wir können ein Spiel lesen.
Murat: Wir sind Strassenfussballer. Wo siehst du die noch? Du wirst doch als Junge nur weggejagt, wenn du irgendwo spielen willst. Wir spielten jeden Tag drei, vier Stunden, wir fuhren zum «Joggeli» … Hakan: … ja, da waren die Plätze noch nicht abgesperrt im Gegensatz zu heute. Da hat man Angst, der Platz würde kaputt gehen, wenn man darauf spielt. Wir hatten unsere Freunde und Spass.

War Murat damals Ihr Vorbild?
Hakan: Nein, das war Ertan (der ältere Halbbruder der beiden). Er war Profi, in Basel, in St. Gallen. Zu ihm schauten wir hoch.
Murat: Er öffnete für uns den Weg. Wir hatten ein sehr gutes Umfeld. Die Mutter unterstützte uns ständig, sie liess uns Freiheiten. Wir konnten die paar Meter von der Wohnung zum «Joggeli» gehen, ohne irgendwelchen Gefahren ausgesetzt zu sein.
Hakan: Ertan hat seine Erfahrungen im Fussball gemacht, Murat auch. Klar frage ich lieber sie um Rat als irgendwelche Spielervermittler. Ich weiss, in der Familie geht alles mit rechten Dingen zu.

Hat Murat Sie nie schlecht beraten?
Hakan: Nein. Am Ende habe immer ich den Kugelschreiber genommen und den Vertrag unterschrieben.

Ihre Auslandtransfers waren nicht unbedingt ein Erfolg.
Hakan: Wenn man die Möglichkeit hat, ins Ausland zu wechseln, würde jeder Schweizer sagen: sofort. Im Nachhinein bin ich nach wie vor überzeugt, das Richtige getan zu haben.

Wirklich?
Hakan: Vielleicht ist das eine oder andere unglücklich gelaufen. In Paris ging es um meine Gesundheit. Ich hatte einen Leistenbruch, der Klub wollte nicht, dass ich operiert werde. Aber für mich war mein Körper wichtiger.
Murat: Oder wenn es an einer Pressekonferenz heisst, Hakan habe drei, vier Kilo Übergewicht. Das geht doch nicht.
Hakan: Sammer wurde Trainer in Stuttgart. Ich war noch an der EM in Portugal, als er anrief und sagte: «Ich will dich nicht.» Das sind Sachen, die unglücklich liefen.

Haben Sie das Gefühl, das Maximum aus Ihren Möglichkeiten gemacht zu haben?
Hakan: Man holt nie das Maximum heraus
Murat: Der Einzige, der das geschafft hat, ist Ramon Vega (lacht).

Murat besass so viel Talent wie Ronald Koeman. Er brachte es bis nach Stuttgart und Istanbul, Koeman aber nach Barcelona.
Hakan: Er ist Schweizer, Koeman Holländer. Das macht auch etwas aus. Wenn ich in Madrid oder Barcelona wäre, würde ich von meiner Technik her ohne Probleme mithalten können. Aber als Spieler brauchst du einen Trainer, der auf dich setzt. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es nicht viele Möglichkeiten: Der Trainer geht oder du gehst. Oder du bleibst und spielst nicht. Doch dafür sind wir uns zu schade.

Und das heisst? Sie hätten es Murat zugetraut, dass er
Hakan (unterbricht): Wenn man bei Real auf der Liste steht, muss man etwas an sich haben.

Warum landete Murat denn nicht bei Real?
Hakan: Weil er zu teuer war. Murat: Sie lachen jetzt, aber so war das.
Hakan: Ich sehe schon jetzt die Schlagzeile: «Murat zu teuer für Madrid.» Murat: Fenerbahce verlangte damals 15 Millionen Dollar für mich. Real hatte nicht so viel Geld.

Was ist mit Hakan? Hat er genug aus seinem Talent herausgeholt?
Murat: Genug herausgeholt? Nach dem Champions-LeagueJahr mit Basel (2003) war er in Liverpool und schaute sich alles an. Aber auf einmal kam Unruhe auf, Agenten schalteten sich ein, die Zeit wurde knapp. Ohne all das wäre der Transfer zustande gekommen. Am Ende sage ich jedoch: Wir sind zufrieden.
Ja?
Hakan: Wir spielten in den schönsten Stadien in Europa. Wir spielten an Endrunden mit unserer Nationalmannschaft. Wir haben vieles bewegt und bewiesen, dass wir unseren Namen gut vertreten können.

Wäre es trotz allem nicht …
Hakan: Wir sind zufrieden. Wenn und Aber zählen nicht.
Murat: Wer sagt, dass es für ihn in Liverpool geklappt hätte? Oder bei mir in Madrid?
Hakan: Als Spieler bist du nur ein Werkzeug.

Was soll das heissen?
Murat: Oftmals ist es so, dass man nicht immer alles selbst bestimmen kann. Man ist ausgesetzt, anderen Leuten, irgendwelchen Einflüssen. Als Trainer denkst du weitsichtig, du musst dich um jeden einzelnen Spieler kümmern. Als Spieler dagegen bindest du dir die Schuhe und wartest, was der Trainer verlangt. Nach dem Training überlegst du dir nur: Wo soll ich essen? Es ist doch so, oder?
Hakan: Ja. Als Spieler denkst du von Tag zu Tag. Als Trainer dagegen von Woche zu Woche.
Murat: Trainer zu sein ist anstrengender, kopflastiger.
Hakan, wollen Sie auch Trainer werden?
Hakan: Ich will zuerst so lange wie möglich spielen. Ich spiele seit 15 Jahren Fussball. Immer Fussball, Fussball, Fussball. Ich habe keine Möglichkeit gehabt, mich weiterzubilden. Es wird eines Tages ein Riesenschritt sein, den Rasen nicht mehr als Spieler riechen zu können.

Irgendwann ist alles zu Ende.
Hakan: Aber ich gebe doch nicht auf. Solange es körperlich reicht.

Bei der Nationalmannschaft …
Hakan: … sehe ich keinen Grund, zurückzutreten.

Auch Sie wurden schon ausgepfiffen.
Hakan: Wo? Im Klub? Es ist doch normal, dass in der Meisterschaft der beste Spieler des Gegners ausgepfiffen wird. War das jetzt arrogant? (Lacht)

Bei Ottmar Hitzfeld sitzen Sie meist auf der Bank.
Hakan: Klar war ich in Bulgarien enttäuscht. Klar hätte ich der Mannschaft gerne geholfen, weil ich weiss, wie das möglich gewesen wäre.
Murat: Welchen Grund soll er haben für einen Rücktritt? Er ist nicht Frei oder Streller, die wohl einen Grund hatten. Wir haben unseren Stolz, wir fühlen uns nutzlos, wenn wir nicht spielen. Das heisst noch lange nicht, dass wir nicht zu unserer Nation stehen.
Hakan: Wir haben in der EMQualifikation weiterhin eine Chance. Die Engländer sind im Juni vielleicht müde. Ich will mithelfen, solange die Leistung stimmt und der Trainer mich braucht.
Murat: Ich würde ihn immer aufbieten. Er ist ein Entscheidungsspieler, also einer, der in einem Spiel den Unterschied ausmachen kann.

Trifft es Sie, wenn Hakan in die Kritik gerät?
Murat: Ja, das geht nicht spurlos an mir vorbei. Die moralische Aufbauarbeit danach bleibt ja an mir hängen (lacht laut).

Murat, Hakan, sind Sie Freunde?
Murat: Wir sind Brüder. Das bedeutet mehr.
Hakan: Wir sind so erzogen worden, dass wir vor dem älteren Respekt haben. Das heisst, ich als Jüngster bin am ärmsten dran.
van Nistelhirsch
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Registriert: 15. Jun 2009, 14:52

Beitrag von van Nistelhirsch »

Yakin gemäss NLZ und RP als Captain abgesetzt

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