Liiribox
Nur angemeldete User dürfen liiren.
FC Sion 2011/2012
Re: FC Sion 2011/2012
http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... lle-181978" onclick="window.open(this.href);return false;
B*A*J*O F*L*O*R*E*S*T*A*S | merk der de name |
Re: FC Sion 2011/2012
richtig so
Re: FC Sion 2011/2012
Das ganze wird immer absurder. Irgendwie mag ich es 
- Thunder
- Forumgott

- Beiträge: 1869
- Registriert: 15. Feb 2005, 17:42
- Wohnort: Choripan Bude, Buenos Aires
Re: FC Sion 2011/2012
http://www.blick.ch/sport/fussball/blat ... fen-182034" onclick="window.open(this.href);return false;
Donschtig-Club Member
Offene Wettschulden:
CHF 10.00 @ JM
Offene Wettschulden:
CHF 10.00 @ JM
- LU-57
- Rekordmeister
- Beiträge: 9069
- Registriert: 30. Mai 2003, 18:32
- Wohnort: Nasj Goräng / Schmette-Schnettene!
- Kontaktdaten:
Re: FC Sion 2011/2012
im glanz und gloria (Holy-Seppi hat geschrieben:«Was sie hier gemacht haben, ist unwürdig. Das macht man einfach nicht. Das ist kein Fairplay und keine Erziehung.»
greez
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
- Yoda
- Forumgott

- Beiträge: 2929
- Registriert: 12. Mai 2005, 13:56
- Wohnort: Planet Dagobah
- Kontaktdaten:
Re: FC Sion 2011/2012
http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... efa-182301" onclick="window.open(this.href);return false;
Peter Gilléron soll mal seinen Mund nicht so voll nehmen, wenn er die Massnahme der Uefa für richtig hält, wieso getraut sich dann der SFV nicht die Spiele des FC Sion mit 0:3 Forfait zu werten

Peter Gilléron soll mal seinen Mund nicht so voll nehmen, wenn er die Massnahme der Uefa für richtig hält, wieso getraut sich dann der SFV nicht die Spiele des FC Sion mit 0:3 Forfait zu werten

Re: FC Sion 2011/2012
Weil er dann auch an die Kasse kommen würde nach Gesetz.Yoda hat geschrieben:http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... efa-182301
Peter Gilléron soll mal seinen Mund nicht so voll nehmen, wenn er die Massnahme der Uefa für richtig hält, wieso getraut sich dann der SFV nicht die Spiele des FC Sion mit 0:3 Forfait zu werten![]()
![]()
Das einzige was die SFV, UEFA und FIFA noch machen können ist der Ausschluss von Sion aus den Verbänden und Vereinen wegen Verstösse gegen die Statuten. Das bräuchte aber je auserordnetliche GVs. Dann wäre CC am Arsch. Das wäre dann nicht mehr verhandelbar vor Gericht.
Aber die Leute haben alle keine Eier um CC mal zu sagen wo es lang geht. Lieber in ein paar Interviews jammern und durch die Hintertüre CC doch noch Recht geben. Das ganze kostet viel Geld und vor Gesetz würden die wenigsten Vereins- und Verbands-Statuten dicht halten. Also reine Geldverschwendung, CC sitzt so immer am längeren Hebel.
Re: FC Sion 2011/2012
Bin kein Rechts-Guru, aber ich bezweifle, dass es so einfach waere. Auch in diesem Falle wuerde CC irgendwelche Rechtsgrundlagen finden, mit denen er nachher Schadensatz in Hoehe der Betriebskosten des FC Sion eintreiben kann. (ok, fuer die FIFA waeren das wohl Peanuts.)Gunner hat geschrieben:Das einzige was die SFV, UEFA und FIFA noch machen können ist der Ausschluss von Sion aus den Verbänden und Vereinen wegen Verstösse gegen die Statuten. Das bräuchte aber je auserordnetliche GVs. Dann wäre CC am Arsch. Das wäre dann nicht mehr verhandelbar vor Gericht.
Some people just need a high five. In their face. With a chair.
- BLUE_MAGIC_1984
- Experte

- Beiträge: 194
- Registriert: 8. Jan 2008, 14:11
- Wohnort: Littau
- Kontaktdaten:
Re: FC Sion 2011/2012
Falls wir gegen Sion zur Pause hinten sind, dann unbedingt beim erst besten Foul eines Sittener GF sofort eine Strafanzeige gegen den Spieler wegen einfacher Körperverletzung einreichen und danach via Zivilgericht die Annullation des Spiels verlangen.
CC soll sich in die Wüste verpissen
CC soll sich in die Wüste verpissen
Blue Magic 1984 - 1991
Re: FC Sion 2011/2012
ich kann nicht verhelen, dass ich für die von CC inszinierte prozessflut gewisse sympathien hege. den arroganten und selbstverliebten verbandsfunktionären mal richtig ans bein pinkeln!
Re: FC Sion 2011/2012
Einen Teil wird wohl schon entgeltlich gelöst werden müssen. Doch dieser ist sicher kleiner als dieses ganze WischiWaschi was jetzt gerade läuft kosten würde. Und damit meine ich alle Kosten. Und da es sich um Vereine und Verbände handelt, kann sich Herr CC nicht mehr "reinklagen". Das wäre dann der Tod von FC Sion. Was mich persönlich genau so stören würde wieIldrial hat geschrieben:Bin kein Rechts-Guru, aber ich bezweifle, dass es so einfach waere. Auch in diesem Falle wuerde CC irgendwelche Rechtsgrundlagen finden, mit denen er nachher Schadensatz in Hoehe der Betriebskosten des FC Sion eintreiben kann. (ok, fuer die FIFA waeren das wohl Peanuts.)Gunner hat geschrieben:Das einzige was die SFV, UEFA und FIFA noch machen können ist der Ausschluss von Sion aus den Verbänden und Vereinen wegen Verstösse gegen die Statuten. Das bräuchte aber je auserordnetliche GVs. Dann wäre CC am Arsch. Das wäre dann nicht mehr verhandelbar vor Gericht.

Re: FC Sion 2011/2012
Chäfer hat geschrieben:ich kann nicht verhelen, dass ich für die von CC inszinierte prozessflut gewisse sympathien hege. den arroganten und selbstverliebten verbandsfunktionären mal richtig ans bein pinkeln!
ADLER 06
Mainz 05 - mehr als nur ein Karnevalsverein
Mainz 05 - mehr als nur ein Karnevalsverein
Re: FC Sion 2011/2012
[quote="Gunner" Das wäre dann der Tod von FC Sion. Was mich persönlich genau so stören würde wie
[/quote]
Der Tod des Fc Sion würde mich persönlich mehr stören als der der Tod eines jeden anderen Clubs. Kein Sieg ist schöner als der im Wallis. Ich war in keinem anderen away Stadion öfters als im Tourbillon. Kein CH away Sektor kommt nur annähernd an den in Sion ran. Die reisen nach Sion sind die schönsten away fahrten usw. etc......
Mir würde da echt was fehlen!
[/quote]Der Tod des Fc Sion würde mich persönlich mehr stören als der der Tod eines jeden anderen Clubs. Kein Sieg ist schöner als der im Wallis. Ich war in keinem anderen away Stadion öfters als im Tourbillon. Kein CH away Sektor kommt nur annähernd an den in Sion ran. Die reisen nach Sion sind die schönsten away fahrten usw. etc......
Mir würde da echt was fehlen!
stänkerer gegen oben
Re: FC Sion 2011/2012
sueddeutsche.de hat folgendes geschrieben:
FC Sion und der Rechtsstreit im Schweizer Fußball
Todsünde gegen die Familie
Eine Bagatelle wird zum heiligen Ernst: Der Fall des Schweizer Fußballklubs FC Sion, der seine Europa-League-Teilnahme einklagen will, könnte das größte Fußball-Beben seit dem Bosman-Urteil auslösen. Die Verbände drohen die Autonomie über ihre eigenen Rechtsverfahren einzubüßen - und das alles wegen sechs unerlaubt verpflichteter Spieler.
Es begann als Folklorestreit unter Walliser Dickschädeln, als Terminproblem. Niemand wusste offenbar genau, ob die 2009 verhängte Transferverbots-Periode gegen den FC Sion schon abgelaufen war, als der Klub im Sommer neue Spieler verpflichtete. Jetzt wird heiliger Ernst aus der Bagatelle, der laufende Gerichtsstreit treibt den internationalen Fußball auf eine Umwälzung zu, die selbst das Bosman-Urteil vor 15 Jahren in den Schatten stellen könnte. Schweizer Zivilkammern überziehen den Europa-Verband Uefa (und indirekt auch den Weltverband Fifa) mit Verfügungen - am Ende droht sich die autonome Sportgerichtsbarkeit aufzulösen.
Erstligist Sion hat sechs Profis erworben, deren Einsatz der Schweizer Fußballverband (SFV) mit Bezug auf ein unterlaufenes Transferverbot untersagte. Sion zog vor Gericht, bekam Recht, der SFV aber sperrte die Profis gleich wieder - weil Sion ein ordentliches Gericht angerufen hatte. Im Sport, der aus manchen guten und vielen zwielichtigen Gründen eine eigene Gerichtsbarkeit pflegt, dürfen nur Sportgerichte angerufen werden. Alles andere ist Todsünde. "Wir sind eine Familie", sagt Sepp Blatter, Patron dieser Fußballfamilie, "und eine Familie löst ihre Probleme stets in der Familie."
Fifa-Chef Blatter ist Walliser, wie der Mann, der ihm und der Uefa so dramatischen Ärger bereitet: Sions Klubchef Christian Constantin. Beide sind Beziehungskünstler; passionierte Selbstdarsteller, unterwegs in schnellen Autos und Privatjets - doch jetzt herrscht Eiszeit im Alpenkanton. Denn Uefa und Fifa übernahmen die Sache, Sion wurde aus der Europa League verbannt, weil der Klub auch in den Playoffs gegen Celtic Glasgow die umstrittenen Profis eingesetzt hatte. Celtic verlor, rückte trotzdem für Sion in die Gruppe, das erste Spiel fand vergangenen Donnerstag statt.
Dabei hatte Sion zwei Tage zuvor am Kantonsgericht Waadtland eine Verfügung zur Europa-League-Teilnahme erstritten, überdies wurden die sechs Sion-Spieler als rechtmäßig qualifiziert; alles bei Strafandrohung. Doch die Uefa ignoriert das Urteil, das die Sport-Kammer noch während der Berufungsverhandlung erreichte: Es käme zu spät, um berücksichtigt zu werden, hieß es. Die Uefa-Richter wiesen Sion ab.
Damit legte die Uefa, ein Verein unter Schweizer Recht, eine bemerkenswert aufsässige Haltung an den Tag. Sie offenbart die Hybris solch großer Verbände, die es gewohnt sind, sich überall in der Welt über Steuer-, Zoll- oder gar Grundgesetze hinwegzusetzen. Wenn es ernst wird, das lehrt ihre Erfahrung, reicht es, sich auf den Status als Sportweltmächte zu berufen; Politiker kuschen dann gern.
Sions Chef Constantin setzt derweil auf die - neue - Realität. Es heißt, er beschäftige acht Anwälte. Und die psychologische Situation in der Schweizer Justiz ist nicht mehr so günstig für den chronisch korruptionsumwitterten Sport, öffentlich wächst der Wunsch, den feudalen Funktionärscliquen endlich Grenzen zu setzen. Arbeitsrechtlich ist der Boden bereitet. Die Klubs haben sich in Wirtschaftsgesellschaften verwandelt, die Verbände selbst hatten darauf gedrängt.
Am Dienstag kassierte die Uefa die nächste Schlappe. Das Kantonsgericht verwarf ihr Widerrufsbegehr zu der Verfügung, dass Sion in der Europa League spielen darf: Die Uefa habe nichts vorgebracht, was "den Widerruf der Maßnahmen rechtfertigen würde". Offen ist die zweite Verfügung, nach der Tabelle und erste Resultate der Gruppe I der Europa League ohne Sion ungültig seien.
Langsam dämmert den Funktionären, dass auch sie dem Zivilrecht unterstehen. Die ersten zittern. "Soll der Sportstandort Schweiz gefährdet werden, weil der FC Sion einen unzulässigen Transfer getätigt hat und der Präsident aufbegehrt, statt die verhängte Strafe zu respektieren?" jammert SFV-Verbandschef Peter Gilliéron. Er sitzt auch im Uefa-Vorstand. "Mit genau dieser Arroganz hat die Uefa damals gesagt, der Fall Bosman interessiert uns nicht", analysiert hingegen ein Schweizer Verbandsinsider. Tatsächlich sind die Parallelen evident.
Auch damals löste ein Bagatellfall, der Wechsel des belgischen Zweitligakickers Jean-Marc Bosman, einen Erdrutsch aus: Die Gerichte urteilten, dass die damaligen Transfersummen, die bei Vertragsende fällig waren, den freien Personenverkehr unzulässig einschränkten. Diesmal ist das Szenario schlimmer. Die Verbände drohen die Autonomie über ihre Rechtsverfahren einzubüßen, eine Riesengefahr für den gesamten Sport.
Piermarco Zen-Ruffinen, Sportrechtler an der Universität Neuenburg, prognostiziert im Onlinedienst swissinfo Dramatisches: "Verliert die Uefa den Prozess, wird es eine Explosion geben. Im Bosman-Urteil stand nur der freie Personenverkehr auf dem Prüfstand. Jetzt riskiert die Uefa eine Verurteilung wegen Missbrauch einer marktbeherrschenden Position. Die Dimension eines solchen Urteils kann niemand abschätzen."
Dass Constantin nicht zum Sportgerichtshof Cas geht, versteht der Experte nur zu gut: Der Cas sei nicht unabhängig, da sind "gewisse Richter mit Sportverbänden verbunden". Zudem leiste er "bei weitem" nicht die Garantien der normalen Justiz: "Vor einem Sportschiedsgericht hätte Bosman nie gewonnen."
Constantin macht Druck auf allen Kanälen. Er fordert Bundesratsmitglieder auf, den Verbänden ihre Steuerprivilegien zu entziehen, weil sie richterliche Entscheide ignorieren. Und gleich das nächste Sakrileg: Aus demselben Grund stellte er, wie er nun auf SZ-Anfrage sagt, bereits letzten Freitag Strafanzeige: Gegen Uefa-Chef Michel Platini, Generaldirektor Gianni Infantino und die involvierten Uefa-Richter. Von Klagen sei ihr nichts bekannt, teilte die Uefa am Mittwoch mit. Aber es werde am Kantonsgericht Waadtland nächste Woche eine "erste Anhörung" in der Zivilsache Sion geben.
Später am Tag übten Europas 53 Nationalverbände per Deklaration den Befreiungsschlag: volle Rückendeckung für Platini, Infantino, Vorstand und Sportjustiz für ihr Bemühen, "Statuten und Reglemente des Fußballs hochzuhalten". Und, feierlich: "Das unabhängige Sportjustizsystem ist für alle im Sport der beste Garant für Gerechtigkeit und Fairness." Manche hören da schon ein Pfeifen im Walde.
FC Sion und der Rechtsstreit im Schweizer Fußball
Todsünde gegen die Familie
Eine Bagatelle wird zum heiligen Ernst: Der Fall des Schweizer Fußballklubs FC Sion, der seine Europa-League-Teilnahme einklagen will, könnte das größte Fußball-Beben seit dem Bosman-Urteil auslösen. Die Verbände drohen die Autonomie über ihre eigenen Rechtsverfahren einzubüßen - und das alles wegen sechs unerlaubt verpflichteter Spieler.
Es begann als Folklorestreit unter Walliser Dickschädeln, als Terminproblem. Niemand wusste offenbar genau, ob die 2009 verhängte Transferverbots-Periode gegen den FC Sion schon abgelaufen war, als der Klub im Sommer neue Spieler verpflichtete. Jetzt wird heiliger Ernst aus der Bagatelle, der laufende Gerichtsstreit treibt den internationalen Fußball auf eine Umwälzung zu, die selbst das Bosman-Urteil vor 15 Jahren in den Schatten stellen könnte. Schweizer Zivilkammern überziehen den Europa-Verband Uefa (und indirekt auch den Weltverband Fifa) mit Verfügungen - am Ende droht sich die autonome Sportgerichtsbarkeit aufzulösen.
Erstligist Sion hat sechs Profis erworben, deren Einsatz der Schweizer Fußballverband (SFV) mit Bezug auf ein unterlaufenes Transferverbot untersagte. Sion zog vor Gericht, bekam Recht, der SFV aber sperrte die Profis gleich wieder - weil Sion ein ordentliches Gericht angerufen hatte. Im Sport, der aus manchen guten und vielen zwielichtigen Gründen eine eigene Gerichtsbarkeit pflegt, dürfen nur Sportgerichte angerufen werden. Alles andere ist Todsünde. "Wir sind eine Familie", sagt Sepp Blatter, Patron dieser Fußballfamilie, "und eine Familie löst ihre Probleme stets in der Familie."
Fifa-Chef Blatter ist Walliser, wie der Mann, der ihm und der Uefa so dramatischen Ärger bereitet: Sions Klubchef Christian Constantin. Beide sind Beziehungskünstler; passionierte Selbstdarsteller, unterwegs in schnellen Autos und Privatjets - doch jetzt herrscht Eiszeit im Alpenkanton. Denn Uefa und Fifa übernahmen die Sache, Sion wurde aus der Europa League verbannt, weil der Klub auch in den Playoffs gegen Celtic Glasgow die umstrittenen Profis eingesetzt hatte. Celtic verlor, rückte trotzdem für Sion in die Gruppe, das erste Spiel fand vergangenen Donnerstag statt.
Dabei hatte Sion zwei Tage zuvor am Kantonsgericht Waadtland eine Verfügung zur Europa-League-Teilnahme erstritten, überdies wurden die sechs Sion-Spieler als rechtmäßig qualifiziert; alles bei Strafandrohung. Doch die Uefa ignoriert das Urteil, das die Sport-Kammer noch während der Berufungsverhandlung erreichte: Es käme zu spät, um berücksichtigt zu werden, hieß es. Die Uefa-Richter wiesen Sion ab.
Damit legte die Uefa, ein Verein unter Schweizer Recht, eine bemerkenswert aufsässige Haltung an den Tag. Sie offenbart die Hybris solch großer Verbände, die es gewohnt sind, sich überall in der Welt über Steuer-, Zoll- oder gar Grundgesetze hinwegzusetzen. Wenn es ernst wird, das lehrt ihre Erfahrung, reicht es, sich auf den Status als Sportweltmächte zu berufen; Politiker kuschen dann gern.
Sions Chef Constantin setzt derweil auf die - neue - Realität. Es heißt, er beschäftige acht Anwälte. Und die psychologische Situation in der Schweizer Justiz ist nicht mehr so günstig für den chronisch korruptionsumwitterten Sport, öffentlich wächst der Wunsch, den feudalen Funktionärscliquen endlich Grenzen zu setzen. Arbeitsrechtlich ist der Boden bereitet. Die Klubs haben sich in Wirtschaftsgesellschaften verwandelt, die Verbände selbst hatten darauf gedrängt.
Am Dienstag kassierte die Uefa die nächste Schlappe. Das Kantonsgericht verwarf ihr Widerrufsbegehr zu der Verfügung, dass Sion in der Europa League spielen darf: Die Uefa habe nichts vorgebracht, was "den Widerruf der Maßnahmen rechtfertigen würde". Offen ist die zweite Verfügung, nach der Tabelle und erste Resultate der Gruppe I der Europa League ohne Sion ungültig seien.
Langsam dämmert den Funktionären, dass auch sie dem Zivilrecht unterstehen. Die ersten zittern. "Soll der Sportstandort Schweiz gefährdet werden, weil der FC Sion einen unzulässigen Transfer getätigt hat und der Präsident aufbegehrt, statt die verhängte Strafe zu respektieren?" jammert SFV-Verbandschef Peter Gilliéron. Er sitzt auch im Uefa-Vorstand. "Mit genau dieser Arroganz hat die Uefa damals gesagt, der Fall Bosman interessiert uns nicht", analysiert hingegen ein Schweizer Verbandsinsider. Tatsächlich sind die Parallelen evident.
Auch damals löste ein Bagatellfall, der Wechsel des belgischen Zweitligakickers Jean-Marc Bosman, einen Erdrutsch aus: Die Gerichte urteilten, dass die damaligen Transfersummen, die bei Vertragsende fällig waren, den freien Personenverkehr unzulässig einschränkten. Diesmal ist das Szenario schlimmer. Die Verbände drohen die Autonomie über ihre Rechtsverfahren einzubüßen, eine Riesengefahr für den gesamten Sport.
Piermarco Zen-Ruffinen, Sportrechtler an der Universität Neuenburg, prognostiziert im Onlinedienst swissinfo Dramatisches: "Verliert die Uefa den Prozess, wird es eine Explosion geben. Im Bosman-Urteil stand nur der freie Personenverkehr auf dem Prüfstand. Jetzt riskiert die Uefa eine Verurteilung wegen Missbrauch einer marktbeherrschenden Position. Die Dimension eines solchen Urteils kann niemand abschätzen."
Dass Constantin nicht zum Sportgerichtshof Cas geht, versteht der Experte nur zu gut: Der Cas sei nicht unabhängig, da sind "gewisse Richter mit Sportverbänden verbunden". Zudem leiste er "bei weitem" nicht die Garantien der normalen Justiz: "Vor einem Sportschiedsgericht hätte Bosman nie gewonnen."
Constantin macht Druck auf allen Kanälen. Er fordert Bundesratsmitglieder auf, den Verbänden ihre Steuerprivilegien zu entziehen, weil sie richterliche Entscheide ignorieren. Und gleich das nächste Sakrileg: Aus demselben Grund stellte er, wie er nun auf SZ-Anfrage sagt, bereits letzten Freitag Strafanzeige: Gegen Uefa-Chef Michel Platini, Generaldirektor Gianni Infantino und die involvierten Uefa-Richter. Von Klagen sei ihr nichts bekannt, teilte die Uefa am Mittwoch mit. Aber es werde am Kantonsgericht Waadtland nächste Woche eine "erste Anhörung" in der Zivilsache Sion geben.
Später am Tag übten Europas 53 Nationalverbände per Deklaration den Befreiungsschlag: volle Rückendeckung für Platini, Infantino, Vorstand und Sportjustiz für ihr Bemühen, "Statuten und Reglemente des Fußballs hochzuhalten". Und, feierlich: "Das unabhängige Sportjustizsystem ist für alle im Sport der beste Garant für Gerechtigkeit und Fairness." Manche hören da schon ein Pfeifen im Walde.
1909% Sion // Europa-Pokal.
-
the_wolf
- Elite
- Beiträge: 8544
- Registriert: 23. Okt 2006, 14:53
- Wohnort: BANG BANG CLUB, BERLIN
- Kontaktdaten:
Re: FC Sion 2011/2012
netter bericht...
...WO bleiben unsere juristen im forum?
...WO bleiben unsere juristen im forum?
Re: FC Sion 2011/2012
Reicht dir Ruud van Deursen nicht? http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/ ... /#comments" onclick="window.open(this.href);return false;Maréchaux hat geschrieben:netter bericht...
...WO bleiben unsere juristen im forum?
Some people just need a high five. In their face. With a chair.
Re: FC Sion 2011/2012
http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... =front_na2" onclick="window.open(this.href);return false;
chch.
chch.
Für all diese Fans - so unterschiedlich sie auch waren - bedeutete die Luzerner Allmend in den letzten gut 30 Jahren ein Stück Heimat. Auch wenn zum Schluss das alte Stadion zunehmend vom eisigen Wind der Repression umweht wurde und dem vorherrschenden Sicherheitsdenken entsprechend überbordende Fans unnachsichtiger als früher aussortiert wurden, bemühte sich die Allmend nach Kräften, den Fans ein paar letzte Freiräume zu erhalten. Denn sie wusste ganz genau, dass es letztlich das bunte und (nur allzu) menschliche Treiben auf den Stehplätzen war, das dafür sorgte, dass die Allmend eine Kultstätte des Schweizer Fussballs wurde und nicht ein Stadion unter vielen blieb. - Allmendbuch
-
Eddy
Re: FC Sion 2011/2012
Ein interessanter (leider in Französisch) Artikel über die Machenschaften ders "Schlitzohrs" CC. Stellt alle Fakten in den Raum ohne Emotionen oder parteiische Gefühle.
http://www.cartonrouge.ch/fr/actualite/ ... index.html" onclick="window.open(this.href);return false;
http://www.cartonrouge.ch/fr/actualite/ ... index.html" onclick="window.open(this.href);return false;
habt ihr keine Chance